Fürst Albert II von Monaco, Regierender Fürst von Monaco und Oberhaupt der Familie Grimaldi, und Karin Prien (CDU), Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, unterhalten sich während eines Besuches des Fürsten im Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung GEOMAR im Rahmen der Kieler Woche. © picture alliance/dpa | Gregor Fischer Foto: Gregor Fischer

Fürst Albert II. von Monaco besucht Ozeanforscher in Kiel

Stand: 09.09.2021 07:01 Uhr

Fürst Albert II. von Monaco hat am Mittwoch Kiel besucht. Am Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung taufte er ein Unterwasserfahrzeug, das bei der Kartierung des Meeresbodens helfen soll. Der Schutz der Meere beschäftigt den 63-Jährigen.

Fürst Albert II von Monaco, Regierender Fürst von Monaco und Oberhaupt der Familie Grimaldi, widmet während seines Besuches im Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung GEOMAR im Rahmen der Kieler Woche ein neues autonomes Unterwasserfahrzeug (AUV)  mit einem lateinischen Wunsch. © picture alliance/dpa | Gregor Fischer Foto: Gregor Fischer
Fürst Albert II. taufte am Geomar ein Unterwasserfahrzeug, das zur Kartierung des Meeresbodens beitragen soll.

Im Geomar taufte Fürst Albert II. ein Unterwasserfahrzeug auf den Namen seines Ur-Ur-Großvaters Albert I. - und schrieb den lateinischen Spruch "Ex abyssis ad alta" (zu deutsch: Von der Tiefe an die Oberfläche) darauf. Das autonome Unterwasserfahrzeug ist gut 1,5 Meter lang, kann laut Geomar 200 Meter tief tauchen und dient unter anderem zur Kartierung des Meeresbodens. Die Meeresforschung verbinde Monaco und Schleswig-Holstein, betonte Albert II. in seiner Rede, in der er auch ein paar deutsche Sätze sagte. Schließlich seien beide aufgrund ihrer Lage am Meer akut vom Klimawandel bedroht. Er sei glücklich und gerührt, dass der Name seines Vorfahren nun dafür stehe, durch wissenschaftliche Erkenntnisse den Schutz der Meere zu fördern, so der Fürst. Neben Wissenschaftsministerin Karin Prien (CDU) war auch Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) bei der Zeremonie anwesend.

Fürst Albert: Vertrauen in die Wissenschaft

"Im Mittelpunkt der Zeremonie, die uns heute vereint, steht das Vertrauen in die Wissenschaft, ihr Fortschrittsversprechen und ihre Fähigkeit, auf das Schicksal der Menschheit und unseres Planeten einzuwirken", sagte Fürst Albert II.. Das Unterwasserfahrzeug verkörpere diesen Gedanken. Der 63-Jährige setzt sich seit langem für den Schutz der Meere ein und wurde für sein Engagement als Meeresschützer in Kiel 2016 mit dem Deutschen Meerespreis ausgezeichnet.

Verbindungen zwischen Albert I. und Otto Krümmel

Die Verbindungen zwischen dem Fürstentum und den Kieler Meeresforschern reichen mehr als 100 Jahre zurück. Mit dem Kieler Wissenschaftler Otto Krümmel plante Albert I. nach Geomar-Angaben Anfang des 20. Jahrhunderts internationale Forschungsprojekte im Mittelmeer. Auf Initiative von Albert I. wurde 1919 der Mittelmeerforschungsrat gegründet. Nach Angaben der Stadt Kiel war der Vorfahr des amtierenden Fürsten zwischen 1898 und 1914 elfmal auf der Kieler Woche zu Gast.

Geomar-Direktorin: Ozean hilft, Klimawandel zu bekämpfen

"Es ist uns eine große Ehre, dass wir Fürst Albert II. als Taufpaten gewinnen konnten", sagte Geomar-Direktorin Katja Matthes. Der Ozean werde wärmer, saurer und verliere Sauerstoff. "Aber der Ozean hilft uns auch, den Klimawandel zu bekämpfen." Dort setze die Forschung an.

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