Stand: 09.08.2018 05:00 Uhr

Für Vogt setzt Bundes-FDP zu wenige Akzente

Christopher Vogt ist seit Dezember vergangenen Jahres Fraktionschef der schleswig-holsteinischen FDP - und unzufrieden mit der Schlagkraft der Liberalen auf Bundesebene. Die FDP sei nach den gescheiterten Jamaika-Gesprächen auf Bundesebene in die Defensive geraten, sagte der 34-Jährige im Sommerinterview von NDR Schleswig-Holstein. Vogt ist der Meinung, dass sich die Partei davon noch nicht erholt hat. Sie müsse im Bundestag jetzt mal so richtig ankommen und Treiber der großen Koalition werden, forderte er im Gespräch mit Politikchefin Julia Stein und Landeshauskorrespondent Stefan Böhnke. Die Themen seien Pflege, Wirtschaftspolitik und Infrastruktur.

Die Liberalen müssen ihr Verhältnis zu den Grünen entspannen

Vogt rät seiner Partei, sich rechtzeitig auf die nächste Bundestagswahl vorzubereiten, denn er rechnet mit einem vorzeitigen Ende der Großen Koalition. "Die SPD wird irgendwann die Notbremse ziehen", ist Vogt überzeugt und ergänzt: Wenn nicht, wie in anderen europäischen Ländern, Populisten an die Macht kommen sollen, müssten die vernünftigen Parteien stärker kompromissfähig werden. Sein Rat an die Bundes-FDP: "Auf Bundesebene wäre es daher wichtig, dass Grüne und FDP ihr Verhältnis entspannen", meint Vogt. Er verwies auf die Zusammenarbeit in Schleswig-Holstein, die besser laufe als er persönlich gedacht habe. Konfliktfragen seien bisher sehr ordentlich miteinander geregelt worden. Dass Unterschiede sichtbar blieben, man aber dennoch zu vernünftigen Kompromissen komme, honoriere der Wähler.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 09.08.2018 | 08:00 Uhr

Sommerinterviews

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