Stand: 01.03.2019 09:49 Uhr

Flensburger Werft hat weiter offene Rechnungen

Bei der angeschlagenen Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) sorgen nach Informationen von NDR Schleswig-Holstein offene Rechnungen für Unmut. Seit drei Wochen sitzt bei der FSG die Sapinda Holding des Finanzinvestors Lars Windhorst als Mehrheitseigner mit im Boot und hat 33 Millionen Euro frisches Eigenkapital zur Verfügung gestellt.

Nicht alle Rechnungen abgewickelt

Die FSG ist also wieder flüssig, doch das Geld fließt offenbar nicht von selbst. Ein Dienstleister aus Kiel berichtet, ihm seien die geforderten knapp 100.000 Euro jetzt überwiesen worden, aber erst, nachdem er Druck gemacht habe. Ein anderes Unternehmen soll weiterhin auf etwa 15.000 Euro warten. Als Hin- und Her gestaltet sich offenbar das Thema Stromrechnung für die Flensburger Stadtwerke. Hier geht es um einen Millionenbetrag. Das Unternehmen will das derzeit nicht kommentieren. Eine Bürgschaft des Landes zeichnet sich nicht ab.

Februar-Lohn soll überwiesen sein

Größere kommerzielle Kooperationspartner sollen jetzt Vorauszahlungen oder Bürgschaften verlangen. Nach Angaben der IG Metall sind bereits viele externe Firmen auf das Gelände zurückgekehrt. Und die Belegschaft soll ihren Lohn für den Februar bekommen haben. Bei der FSG mit 650 fest angestellten Mitarbeitern sowie zahlreichen Leiharbeitern und über Werkverträge Beschäftigten hatten Verzögerungen bei einem Neubauerhebliche Verluste verursacht. Die Auftragsbücher sind bis 2021 gefüllt. Es gibt Aufträge für sieben Schiffe mit einem Auftragsvolumen von einer Milliarde Euro.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 01.03.2019 | 12:00 Uhr

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