Stand: 25.05.2018 17:44 Uhr

Experten entschärfen Kieler Bombe in 40 Minuten

Der Kampfmittelräumdienst hat in Kiel am Freitagnachmittag eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Nach Angaben der Polizei benötigten die Munitionsexperten für ihre Arbeit etwa 40 Minuten. Vorausgegangen war eine stundenlange Sperrung rund um den Fundort im Stadtteil Neumühlen-Dietrichsdorf am Ostufer der Kieler Förde. Häuser wurden evakuiert. Insgesamt mussten rund 4.300 Anwohner ihre Wohnungen verlassen. Sämtliche Sperrungen wurden nach der Entschärfung der britischen Fünf-Zentner-Bombe wieder aufgehoben.

Zünder hatte Schlag bekommen

"Wir hatten erst gedacht, dass es eventuell Schwierigkeiten geben könnte, weil der Zünder doch leicht lädiert ist. Er hat einen Schlag bekommen", sagte Heinz Kollath vom Kampfmittelräumdienst dem Schleswig-Holstein Magazin. "Aber beim Saubermachen und beim Rausdrehen ging es doch relativ einfach."

Notunterkunft wird kaum genutzt

Die Notunterkunft in der Toni-Jensen-Gemeinschaftsschule wurde nach Informationen von NDR 1 Welle Nord nur von wenigen Menschen genutzt. Viele Anwohner verbrachten den sonnigen Tag wohl draußen. Sie dürfen nun wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurück.

Bombe auf Luftbildern aufgetaucht

Gefunden worden war der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg bei der Auswertung von Luftbildern. Die Bilder wurden vor und nach den Bombenangriffen von den Amerikanern und Briten gemacht. Inzwischen hat das Land sie gekauft, um sie auszuwerten.

Weltkriegs-Bombe in Kiel ist entschärft

Karte: Evakuierungsbereich in Neumühlen-Dietrichsdorf
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00:22

Bombenentschärfung war "doch relativ einfach"

Im Kieler Stadtteil Neumühlen-Dietrichsdorf ist eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Heinz Kollath vom Kampfmittelräumdienst berichtet von der Arbeit seines Teams. Video (00:22 min)

Arbeitsreiches Jahr für den Kampfmittelräumdienst

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 25.05.2018 | 17:00 Uhr

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