Stand: 11.03.2020 15:19 Uhr

Coronavirus: Erste Unternehmen in Kurzarbeit

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), Gesundheitsminister Heiner Garg und Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (beide FDP) haben sich am Mittwoch (11.3.) mit Vertretern der Agentur für Arbeit und der Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein (IHK) getroffen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Auswirkungen des Coronavirus auf die Wirtschaft des Landes. Gemeinsam wurde über mögliche Lösungen beraten, um die wirtschaftlichen Folgen abzufedern. Nach Angaben der Leiterin der Agentur für Arbeit, Margit Haupt-Koopmann, befinden sich aktuell 20 Unternehmen in Kurzarbeit. Das betrifft 360 Mitarbeiter. 20 weitere Betriebe mit zusammen 1.600 Angestellten haben mit Blick auf die möglichen Folgen des Virus vorsorglich Anträge auf Kurzarbeit gestellt. Laut IHK ist noch unklar, welche Branchen am stärksten von den Auswirkungen des Virus betroffen sein werden.

Buchholz: Kein Grund in Panik zu verfallen

Für Buchholz ist bereits zu erkennen, dass Unternehmen durch die Folgen des Coronavirus in finanzielle Schwierigkeiten kommen könnten. "Aber wir haben auch keine Veranlassung, angesichts der derzeitigen Situation in der Wirtschaft in Panik zu verfallen. Sondern das ganz in Ruhe anzugehen und auf die Situationen einzustellen, die auf uns zukommen können, damit sie möglichst nicht eintreten", sagte der Wirtschaftsminister.

IHK: Gutes Krisenmanagement im Land

Die Präsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schleswig-Holstein, Friederike C. Kühn, sprach von einem guten Krisenmanagement im Land. Betroffen sei auch die Tourismusbranche. Der Kieler IHK-Präsident Klaus-Hinrich Vater sagte, "es ist mittlerweile allen bewusst, dass die Wirtschaft in nahezu allen Bereichen betroffen sein wird".

Wer zahlt für Verluste des Veranstaltungsverbots?

Es ist noch unklar, wer für finanzielle Verluste durch das Verbot von Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern aufkommt. Ministerpräsident Günther sagte, noch sei niemand auf das Land zugekommen, aber Veranstalter und beispielsweise Schausteller müssten wohl mit Einbußen rechnen.

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Ein Virus schwebt vor einer Menschenmenge (Fotomontage) © panthermedia, fotolia Foto: Christian Müller

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 11.03.2020 | 14:00 Uhr

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