Faxe liegen in einer Büroablage mit dem Hinweis "Eingang Covid-19". © NDR

Kontaktverfolgung: Bürger sollen sich selbst registrieren

Stand: 12.11.2021 20:26 Uhr

Landesweit steigen die Inzidenzen. Für die Gesundheitsämter in Schleswig-Holstein bedeutet das auch wieder mehr Arbeit, doch inzwischen wurde einiges umgestellt.

Name, Telefonnummer, Zeitpunkt des Kontaktes: Im Kreis Herzogtum Lauenburg sollen sich Menschen, die Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatten, schon seit August selbst im Internet registrieren. Mit dem Online-Formular habe man gute Erfahrungen gemacht, heißt es aus dem Kreishaus in Ratzeburg.

Nun wird auch im Rathaus von Neumünster an einer ähnlichen Internetlösung gearbeitet: Sie soll laut Stadt in rund zwei Wochen online gehen.

Kontaktpersonen sollen sich selbst registrieren

Aktuell arbeiten noch sogenannte "Containment-Scouts" in extra aufgestellten Containern. Ihre Aufgabe: Corona-Infizierte nach Kontakten befragen und die, die davon ungeimpft sind, telefonisch informieren, dass sie sich in Quarantäne begeben müssen.

Bis zu 15 Infizierte sind es momentan täglich, deren Kontakte ermittelt und verfolgt werden müssen. Da Geimpfte nicht informiert werden, sind es nicht so viele, wie vor einem Jahr - und doch haben die Beschäftigten im gesamten Gesundheitsamt von Tag zu Tag wieder mehr zu tun.

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Mit dem neuen System sollen sich Kontaktpersonen von Anfang Dezember an online registrieren - über die Homepage der Stadt. Sie sollen sich dann auch freiwillig in Quarantäne begeben. "Die Kontaktverfolgung ist die Tätigkeit, die wir für die Nicht-Geimpften ausführen müssen. Und die kann uns erleichtert werden, wenn sie sich elektronisch eintragen. Das trau ich auch im Großteil den Menschen zu", erklärt Gunther Alfes, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamtes Neumünster.

Berufstätige benötigen weiterhin Quarantäne-Bescheinigung

Berufstätige kommen ohnehin nicht drumherum, sich online zu melden. Denn um ihre Quarantäne beim Arbeitgeber nachzuweisen, benötigten sie eine Bestätigung der Online-Meldung. Ungeimpfte Kinder und Jugendliche sollen weiterhin von den Containment-Scouts informiert werden.

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Im vergangenen Corona-Winter mussten die Mitarbeiter der Gesundheitsämter noch alle Kontaktpersonen abtelefonieren. Seitdem ein neuer Landeserlass in Kraft getreten ist, können die Ämter selbst entscheiden, wie sie bei der Kontaktnachverfolgung vorgehen.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 12.11.2021 | 19:30 Uhr

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