Stand: 08.02.2020 13:28 Uhr

CDU: Soldaten sollen auch im Nahverkehr gratis fahren

Nach der aktuellen Lage nach der Thüringen-Wahl kamen die inhaltlichen Themen: Die 90 Teilnehmer der Klausurtagung der CDU Schleswig-Holstein haben am Sonnabend über die Themen Energiewende, Klimaschutz und Bundeswehr diskutiert. Nach einem Gespräch mit dem Vorsitzenden des Deutschen Bundeswehrverbandes, André Wüstner, bekräftigte die Partei, man wolle als Standort für die Bundeswehr attraktiv bleiben. Außerdem hat die CDU auch die Angehörigen der Bundeswehr im Blick: Soldaten im Land sollen den ÖPNV gratis nutzen dürfen, fordert die Partei in einem Positionspapier.

Im Fernverkehr der Deutschen Bahn fahren Soldaten seit dem Jahresbeginn schon kostenlos. "Wir wollen insgesamt diesen Verkehrszweig stärken und andererseits zeigen, dass wir die Leistung der Menschen in Uniform anerkennen", sagte der Bundestagsabgeordnete Johann Wadephul. Er ist auch Vorsitzender der schleswig-holsteinischen CDU-Landesgruppe im Bundestag.

"Gefahr, dass Soldaten extrem werden"

"Die Bundeswehr gehört mitten in unsere Gesellschaft", sagte Wadephul nach der Tagung. Deshalb solle die Bundeswehr entgegen den Vorstellungen der Kieler Grünen weiter fester Bestandteil der Kieler Woche sein. Außerdem solle es öffentliche Gelöbnisse nicht hinter Kasernenmauern geben. Bei der Positionsfindung geht es auch darum, das Selbstverständnis der CDU zu untermauern: "Die CDU sieht sich als Partei der Bundeswehr. Daran müssen wir jeden Tag wieder arbeiten", sagte Wadephul. "Es gibt die Gefahr, dass Soldaten von ihrer politischen Gesinnung her extrem werden. Dem wollen wir entgegenwirken." Bedauerlicherweise entwickelten immer wieder Soldaten ihre Sympathien für die AfD - besonders nach Verlassen der Bundeswehr.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 08.02.2020 | 14:00 Uhr

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