Stand: 14.12.2018 19:04 Uhr

Brunsbüttel: Letzte Atommüll-Fässer geborgen

Die Bergung der teilweise beschädigten Atommüll-Fässer aus dem Atomkraftwerk Brunsbüttel ist abgeschlossen. Das haben Recherchen des NDR Schleswig-Holstein ergeben. Alle Fässer mit schwach- und mittel-radioaktivem Atommüll seien aus den unterirdischen Lagerräumen herausgeholt worden, bestätigte die Atomaufsicht des Umweltministeriums.

Unterirdische Lagerräume müssen noch untersucht werden

2012 hatten TÜV-Prüfer das erste rostige Fass in den unterirdischen Lagerräumen des AKW entdeckt. Mit einer ferngesteuerten Spezialkamera untersuchten Experten alle 630 Fässer in den sechs Kavernen unter dem AKW. Insgesamt war laut Atomaufsicht etwa ein Viertel beschädigt. Von einem Kran mit unterschiedlichen Greifwerkzeugen wurden die Fässer nach oben geholt und in Spezialbehälter gepackt. Seitdem lagern sie in einer Halle auf dem AKW-Gelände - bis das bundesweite Endlager Schacht Konrad bei Salzgitter fertiggestellt ist. Laut einer Sprecherin des AKW-Betreibers Vattenfall müssen nun auch die unterirdischen Lagerräume noch untersucht werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 14.12.2018 | 22:00 Uhr

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