Stand: 21.04.2020 06:45 Uhr

Brandgefahr in Mooren: Erst Wees, dann Jevenstedt

Wenig Regen hat in den letzten Wochen die Böden in Schleswig-Holstein sehr trocken werden lassen. Die Folge: Viele Pflanzen leiden - und die Brandgefahr in Wäldern und Mooren steigt. Jüngstes Beispiel: Am Montagabend musste die Feuerwehr zu einem Einsatz in Jevenstedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde) ausrücken. Im Ortsteil Schwabe hatte sich eine mehrere Hektar große Fläche im Wilden Moor entzündet, wie Mario Weinke vom Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde sagte.

Anwohner wurden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Löscharbeiten dauerten insgesamt rund fünf Stunden. Etwa 110 Feuerwehrleute waren vor Ort. Besonders die Wasserversorgung sei sehr arbeitsintensiv. Güllewagen brachten Wasser zum Brandort, so die Feuerwehr.

Feuer auch im Moor in Wees

In Wees im Kreis Schleswig-Flensburg hatte es bereits am Sonntagnachmittag in einem Moor gebrannt. Laut Feuerwehr waren etwa 80 Einsatzkräfte damit beschäftigt, den Brand auf einer Fläche von einem Hektar zu löschen. Begünstigt wurde auch dieses Feuer durch die große Trockenheit.

Wetterdienst warnt vor Waldbrandgefahr

Schon in der vergangenen Woche hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) wegen der anhaltenden Trockenheit vor einer erhöhten Waldbrandgefahr im Norden gewarnt. Am Montag bestand nach Angaben des DWD in Schleswig-Holstein fast überall die mittlere Waldbrandgefahrenstufe (3). Der DWD gibt die Gefahrenlage für Waldbrände in einem Index von 1 - sehr geringe Gefahr - bis 5 - sehr hohe Gefahr - an. In die Berechnung fließen unter anderem Daten zur Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit und den Niederschlägen ein.

Hintergrund
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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 21.04.2020 | 08:00 Uhr

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