Abwasserleitungen: Dichtheitsprüfungen werden kontrolliert

Stand: 15.06.2021 11:44 Uhr

In Norderstedt wollen Behörden von Hausbesitzern wissen, ob bei ihnen alles ganz dicht ist: Sie müssen belegen, dass aus ihren Abwasseranlagen nichts herausläuft. Alle Infos zu Fristen bei den Dichtheitsprüfungen in Schleswig-Holstein.

Wenn ein Abwasserrohr undicht ist, kann es für Umweltverschmutzung sorgen. So können Fäkalien - und was sonst noch so alles im Abfluss landet - ins Erdreich gelangen. Gehören die Rohre zu einem Privatgrundstück, müssen die Eigentümer dafür sorgen, dass das nicht passiert. Das müssen sie im Zweifel auch belegen können - mit den Belegen für Dichtheitsprüfungen von Fachbetrieben. Der Kreis Segeberg hat in Norderstedt aktuell Anwohner von Wasserschutzgebieten aufgefordert, die Unterlagen einzureichen. Die Folge: Viele säumige Hauseigentümer müssen die Prüfung noch nachholen - doch schnell geht das nicht. Die Fachbetriebe sind ausgelastet und lange ausgebucht.

Fristen für Dichtheitsuntersuchung in Schleswig-Holstein

Für diese Untersuchungen der Abwasseranlagen gibt es landesweit seit 2010 technische Vorgaben. Damals wurde definiert, was die "allgemein anerkannten Regeln der Technik" sind, die Eigentümer laut dem Landeswassergesetz einhalten müssen. Und auch klare Fristen wurden vorgegeben:

  • Grundstück in einem Wasserschutzgebiet in den Schutzzonen II, III und III A: 31.12.2015
  • Gewerbliches Abwasser: 31.12.2015
  • Andere Grundstücke: 31.12.2025 (Ausnahme: Wenn die öffentlichen Kanäle vor Ort bis Ende 2022 noch nicht saniert sind, gilt eine andere Frist: Drei Jahre nach Ende der Sanierungsarbeiten müssen die Grundstückeigentümer die Dichtheit ihrer Rohre überprüft haben.)

Eine Wiederholung der Dichtheitsprüfung ist nach 5 (Wasserschutzgebiet Schutzzone II), 15 (Wasserschutzgebiet Schutzzone III und III A) oder 30 Jahren (andere Gebiete) fällig. Wie oft das bei gewerblichen Abwässern nötig ist, regelt eine DIN-Norm.

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Schleswig-Holstein Magazin | 14.06.2021 | 19:30 Uhr

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