Stand: 16.03.2018 14:40 Uhr

Pannenserie bald beendet: "U31" auf Probefahrt

Sechs U-Boote hat die deutsche Marine, doch seit vergangenem Oktober ist keins einsatzbereit. Das letzte einsatztaugliche Boot war im Oktober im norwegischen Seegebiet vor Kristiansand auf einen Felsen gefahren, dabei wurde das Ruder von "U35" beschädigt. Aufgrund fehlender Ersatzteile ist bislang eine schnelle Reparatur nicht möglich. Immerhin könnte die "U31" schon bald wieder im Dienst der Marine stehen. Seit Donnerstag macht das U-Boot die sogenannten Funktionsnachweise.

U 212 A - die U-Boot-Klasse der Marine

Norwegische Rinne bis zu 700 Meter tief

Die ersten Tests finden zunächst im flachen Wasser der heimischen Ostsee statt. Sind diese erfolgreich, geht es anschließend weiter nach Norwegen. Rund um Kristiansand soll es dann in die Tiefe gehen. An einigen Stellen im Skagerrak geht es bis zu 700 Meter nach unten. Hier wird unter anderem die Dichtigkeit geprüft. Besteht "U31" alle Tests, könnte es schon in den kommenden Wochen wieder einsatzfähig sein. Dann kann auch die Ausbildung auf dem U-Boot weitergehen.

Weitere Boote sollen folgen

Die Boote werden dringend gebraucht - nicht nur für den Schutz der heimischen Gewässer, aondern auch für Einsätze im Ausland. "U31" wird voraussichtlich nicht das einzige U-Boot sein, dass dieses Jahr wieder für die Marine fahren kann. Nach Informationen von NDR 1 Welle Nord könnte "U33" folgen. Noch ist es in der Werft von Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS) in Kiel. Schon Ende des Jahres könnten "U34" und " U36" einsatzfähig sein. Dann hätte die deutsche Marine wieder vier von sechs U-Boote, die fahren.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 16.03.2018 | 12:00 Uhr

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