Stand: 23.11.2018 09:21 Uhr

PCB-Futter ging an drei Schweinemastbetriebe

Drei Schweinehalter in den Landkreisen Diepholz und Osnabrück haben möglicherweise mit PCB verunreinigtes Futtermittel aus Nordrhein-Westfalen erhalten. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums stammt das Futter aus einem Werk in Minden. "Die weiteren Nachforschungen über den Verbleib des Futters und eventuell betroffene Tierbestände erfolgen durch die Futtermittel-Überwachung des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES)", teilte das Ministerium am Donnerstag mit. Ob die Betriebe gesperrt werden, war am Freitagmorgen noch unklar.

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PCB: In kleinsten Mengen hochgiftig

Das verunreinigte Futter hatten bereits niedersächsische Geflügelbetriebe erhalten, mehrere wurden gesperrt - zuletzt waren es acht von ursprünglich 29. Das belastete Futter stammt vom Futtermittelhersteller Agravis und soll durch abgesplitterten Lack in den Verladesilos kontaminiert worden sein. Mehrere Hundert Tonnen waren in Umlauf gekommen. Nach Angaben des Landeskontrollzentrums in NRW darf PCB seit den 80er-Jahren nicht mehr hergestellt und verwendet werden. Bereits in kleinsten Mengen sei der Stoff hochgiftig. Eine akute Gesundheitsgefahr geht nach Angaben der Behörden von den belasteten Produkten jedoch nicht aus. Betroffene Geflügel und Eier wurden dennoch vorsorglich aus dem Verkehr gezogen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 23.11.2018 | 06:30 Uhr

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