Stand: 20.09.2020 16:31 Uhr

Georgsmarienhütte: Blindgänger entschärft

In Georgsmarienhütte (Landkreis Osnabrück) ist am Sonntag ein Bomben-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft worden. Zuvor waren am Vormittag mehr als 1.500 Wohnungen evakuiert worden. Bis 10 Uhr hatten rund 2.500 Menschen in den Stadtteilen Oesede und Harderberg ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen. Am frühen Nachmittag durften sie wieder zurück: Um Punkt 14 Uhr vermeldete die Stadt die erfolgreiche Entschärfung. Nach Angaben des Kampfmittelräumdienstes handelte es sich - wie bereits im Vorfeld von den Experten vermutet - um einen rund 250 Kilogramm schweren Blindgänger britischer Herkunft mit Aufschlagzünder. Er war bei Luftbildauswertungen nördlich des Oeseder Zentrums entdeckt worden.

Entschärfung dauert knapp zwei Stunden

Um kurz vor 12 Uhr hatten die Einsatzkräfte gemeldet, dass die Evakuierung abgeschlossen sei. Der Kampfmittelräumdienst brauchte dann knapp zwei Stunden für die Entschärfung, eine Sprengung war nach Angaben der Stadt nicht nötig. Im 1.000 Meter großen Evakuierungsradius rund um die Fundstelle befindet sich auch das Caritas Pflegezentrum Haus St. Josef. Die Bewohner wurden vorübergehend im Alten- und Pflegeheim St. Marien in Alt-Georgsmarienhütte untergebracht. Für Anwohner ohne andere Aufenthaltsmöglichkeit wurde zudem in einer benachbarten Realschule ein Evakuierungszentrum eingerichtet. Die Stadt wies im Vorfeld aber darauf hin, dass das Zentrum wegen der Corona-Pandemie lediglich im äußersten Notfall in Anspruch genommen werden sollte.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 20.09.2020 | 08:00 Uhr

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