Blick auf den Eingang des Doms St. Petrus in Osnabrück. © NDR Foto: Julius Matuschik

Etat schrumpft: Bistum Osnabrück muss Millionen einsparen

Stand: 18.01.2021 16:25 Uhr

Das Bistum Osnabrück hat am Montag seinen Etat für das Jahr 2021 vorgestellt. Demnach schrumpft der Haushalt gegenüber 2020 um 6,4 Millionen Euro auf 182,4 Millionen Euro.

Als Hauptgrund führte Finanzdirektorin Astrid Kreil-Sauer Einbußen bei der Kirchensteuer aufgrund der schwächeren allgemeinen konjunkturellen Lage in der Corona-Pandemie an. Den größte Posten im Haushalt stellen ihren Angaben zufolge mit rund 59,5 Millionen Euro die Kirchengemeinden dar. Weiterhin sind Zuwendungen für Caritas und soziale Dienste in Höhe von 31,5 Millionen Euro vorgesehen. Für Bildung, Kunst und Medien investiert das Bistum rund 26,3 Millionen Euro. Das Bistum mit seinen 553.000 Mitgliedern umfasst das nordwestliche Niedersachsen und Teile Bremens. Laut Kreil-Sauer generiert die Diözese rund 81 Prozent der Einnahmen aus der Kirchensteuer.

Generalvikar: Investieren weiter in die Zukunft

Generalvikar Ulrich Beckwermert sagte, dass es das vorrangige Ziel sei, die Räume in Gemeinden, bei sozialen Diensten und in Bildungseinrichtungen zu erhalten. "Corona hat im Gegenteil deutlich gemacht, wie sehr Kirche gebraucht wird - etwa von Menschen die krank sind, die sterben, von Menschen, die trauern", sagte Beckwermert. Seelsorge bleibe die "ureigenste Aufgabe" der Kirche. Im September hatte das Bistum angekündigt, die Zuweisungen an Pfarreien, Vereine und Verbände 2021 um zehn Prozent zu kürzen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 19.01.2021 | 06:30 Uhr

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