Stand: 21.05.2019 18:00 Uhr

Beratung für Werkverträgler wird fortgesetzt

Die Arbeit der vor einem Jahr ins Leben gerufenen Rechtsberatung für Werkvertrags- und Zeitarbeiter wird fortgesetzt - zumindest zwei Jahre lang. Das ist ein Ergebnis der Jahresbilanz der Einrichtung in Lohne (Landkreis Vechta). Der Bedarf sei da, hieß es bei einem Pressetermin am Dienstag: Schwangere, denen gekündigt wurde, Löhne ohne Überstunden und Zuschläge oder ungerechte Arbeitsverträge - diese und ähnliche Missstände wurden an die Mitarbeiter herangetragen. Etwa 140 Menschen, vor allem aus Bulgarien und Rumänien, haben bei den zwei Beraterteams Hilfe gesucht.

Ruf nach strengeren Gesetzen und mehr Verantwortung

Die Beratungsstelle hat zwölf Thesen erarbeitet und fordert darin strengere Gesetze, Leiharbeit nur als Ausnahme in den Betrieben sowie mehr soziale Verantwortung der Arbeitgeber und auch der Kommunen. Gerade auf Schlachthöfen, Spargelfeldern und Baustellen sind viele sogenannte Werkvertrags- oder Zeitarbeiter beschäftigt. Allein in den Landkreisen Vechta und Cloppenburg kommen fast 14.000 der Beschäftigten aus Osteuropa. Weil deren Arbeits- und Lebensverhältnisse oft menschenunwürdig seien, haben die Kommunen zusammen mit der katholischen Kirche die Rechtsberatung gegründet.

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NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 30.07.2020 | 07:00 Uhr

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