Ein zerstörter Geldautomat steht in einer Filiale der Hannoverschen Volksbank. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte

Automatensprengungen: Polizei sieht Banken in der Pflicht

Stand: 17.10.2021 09:00 Uhr

Angesichts steigender Zahlen von Geldautomatensprengungen fordert der Osnabrücker Polizeipräsident Michael Maßmann bessere Schutzmaßnahmen.

Eine Porträtaufnahme des neuen Osnabrücker Polizeipräsident Michael Maßmann © dpa-Bildfunk Foto: Friso Gentsch
Osnabrücks Polizeipräsident Michael Maßmann. (Archiv)

Bei der Prävention sollten sich die Banken und Sparkassen in Deutschland ein Beispiel an den Niederlanden nehmen, sagte Maßmann. Dort seien die Zugänge zu den Automaten erschwert worden, ihre Zahl reduziert und die Geldbestände verringert worden. Weil die Niederländer mehr für die Prävention getan hätten, seien die Täter inzwischen auf Deutschland ausgewichen.

"Banken tun nicht genug"

"Die Banken tun nicht genug, die passive Sicherheit der Automaten könnte deutlich erhöht werden", sagte Maßmann. Zwar hätten die Banken in den vergangenen Jahren schon einiges für die Verbesserung der Sicherheit der Automaten getan. Angesichts der immer zahlreicher und auch gefährlicher werdenden Straftaten reiche das allerdings nicht mehr aus. Ihm wäre wohler, wenn der Gesetzgeber verbindliche Regeln einführen würde, sagte Maßmann.

Inzwischen verwenden die zu zwei Dritteln aus den Niederlanden stammenden Täter immer öfter Festsprengstoff und gefährden das Leben auch von Unbeteiligten.

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Aktuell | 17.10.2021 | 09:00 Uhr

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