Stand: 13.02.2020 15:33 Uhr

Wangerooge: Sandstrand-Zukunft ungewiss

Nach der Serie von Sturmfluten als Folge der Sturmtiefs "Sabine" hat die Nordseeinsel Wangerooge ihren Badestrand größtenteils verloren. "80.000 Kubikmeter Sand sind weg von 100.000", sagte Bürgermeister Marcel Fangohr (parteilos) am Donnerstag. Ob der Sand für das gewohnte Bild vom rund ein Kilometer langen Traumstrand bis zum Sommer wieder aufgefüllt werden kann, ist ungewiss.

Sandvorräte aufgebraucht

Was in einer Sturmflutsaison abgetragen wird, wird normalerweise mit Sand aus dem Osten der Insel aufgefüllt. Dem Bürgermeister zufolge waren das in den vergangenen Jahren je rund 50.000 bis 55.000 Kubikmeter Sand. Die Sandvorräte gingen jedoch zur Neige. Die Kurverwaltung hoffe darauf, zusätzlich etwas von Sandbänken entnehmen zu dürfen, so Fangohr.

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Frau mit Handykamera am Strand
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Wangerooge: Sturmflut spült Hauptstrand weg

Durch die jüngsten Sturmfluten ist der Hauptbadestrand der ostfriesischen Insel Wangerooge fast komplett weggespült worden. Es sind rund 80.000 Kubikmeter Sand. 2 Min

4.000 Touren für die Strandreparatur

"So wie der Strand jetzt ist, können wir nicht mal 100 Strandkörbe hinstellen", sagte Fangohr. Rund 1.400 stünden dort zur Hauptsaison. Aktuell trenne eine Abbruchkante von stellenweise bis zu vier Metern die Promenade vom Strand. Ab Mitte März sollen die Laster mit Sand rollen, um den Strand wieder aufzuschütten. "4.000 Touren über sechs Wochen", so Fangohr.

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Ein Schild mit der Aufschrift "Flutschäden - Betreten auf eigene Gefahr" steht an der Strandpromenade von Wangerooge. © dpa - Bildfunk Foto: Peter Kuchenbuch-Hanken

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 13.02.2020 | 17:00 Uhr

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