Stand: 18.05.2019 17:54 Uhr

Suche in Zetel: Missgeschick statt Vermisstenfall

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Der vermutete Unglücksfall am See "Harms Sandkuhle" in Zetel hat sich nicht bestätigt.

Der Aufwand war enorm: Ein Großaufgebot an Helfern suchte am Donnerstag am See "Harms Sandkuhle" in Zetel (Landkreis Friesland) nach einem Mann. Zeugen hatten beobachtet, wie dieser vollständig bekleidet in den See ging und verschwand. Zu Lande, zu Wasser und aus der Luft suchten 80 Einsatzkräfte, zwei Hubschrauber sowie die DLRG-Wasserrettung Friesland nach dem Mann - ohne Erfolg. Zwei Tage später ist der Fall, über den Zeitungen unter Überschriften wie "Was geschah an dem See?" berichteten, geklärt - mit positivem Ausgang: Wie die Polizei Wilhelmshaven mitteilte, hat sich am Sonnabend ein Mann bei der Polizei gemeldet. Er habe am Morgen in der Zeitung von der Suchaktion gelesen und glaube, dass er die gesuchte Person sei.

Gesuchter wollte seine Kamera retten

Für den freiwilligen Gang in den See mit vollständiger Bekleidung hatte der 62-Jährige eine verblüffende Erklärung. Er habe am Donnerstagnachmittag an dem See Fotos gemacht. Dann sei ihm seine Kamera aus den Händen und ins Wasser gefallen. Weil vom Regen ohnehin schon durchnässt gewesen war, sei er kurzerhand in den See gegangen, um die Kamera zu retten. Dass er kurz danach "Harms Sandkuhle" wieder verließ, war den Zeugen entgangen. Diese hatten nach eigenen Angaben für einige Minuten keinen Blick auf den Mann gehabt.

Zumindest für den Mann hat sich der Einsatz im See gelohnt: In etwa 1,50 Meter Tiefe habe er die Kamera gefunden, berichtete die Polizei am Sonnabend. Ob diese noch funktioniert, ist nicht bekannt.

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