Stand: 30.06.2020 09:00 Uhr

Seute Deern: Nachbau immer unwahrscheinlicher

EIne Ansicht der "Seute Deern". © NDR
Die "Seute Deern" wird wohl doch nicht als Nachbau entstehen.

Vom traditionsreichen Segelschiff "Seute Deern" wird es wahrscheinlich doch keinen Nachbau geben. Das berichtet Radio Bremen. Es könnte stattdessen auf ein anderes Segelschiff und eine Neugestaltung des Museumshafens hinauslaufen. Die Verhandlungen mit dem Bund seien schwierig, deutete Uwe Beckmeyer, Koordinator für die "Seute Deern", gegenüber dem Regionalmagazin "Buten un Binnen" an.

Angst vor einem "Gorch-Fock"-Szenario

Man wolle verhindern, dass das Projekt finanziell aus dem Ruder läuft. "Wir brauchen hier keine zweite 'Gorch Fock'", sagte Beckmeyer. Eine der Varianten ist offenbar, ein ganz anderes Segelschiff nach Bremerhaven zu holen. Er sei aber optimistisch, dass das vom Bund signalisierte Geld fließt - 46 Millionen Euro für die "Seute Deern" und eine Million für das Feuerschiff "Elbe 3".

Abwrackkosten steigen

Nach einer Sitzung des Stiftungsrats des Museums war am Montagabend bekannt geworden, dass die Abwrackkosten für den Traditionssegler deutlich höher ausfallen werden - mit rund drei Millionen Euro dreimal soviel wie bislang angenommen. Wer das bezahlen soll, ist noch unklar. Die marode "Seute Deern" war im September 2019 auf den Grund des Hafenbeckens gesunken, nachdem zuvor Pumpen ausgefallen waren.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 30.06.2020 | 11:00 Uhr

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