Stand: 14.12.2017 14:47 Uhr

Schweres Erbe: 2,5 Tonnen Pfennige vom Vater

Einmal so viel Geld erben, dass man es nicht alleine tragen kann. Da hätte wohl kaum jemand was dagegen. Einer Familie aus Bremervörde (Landkreis Rotenburg) ist genau das jetzt passiert. Vom verstorbenen Vater wurde ihr sage und schreibe 2,5 Tonnen Ein- und Zwei-Pfennig-Münzen vermacht. Ausgesorgt haben die Erben damit allerdings noch lange nicht - die enorme Geldmenge hat einen Wert von rund 8.000 Euro.

Bankmitarbeiter zählt sechs Monate - per Hand

Bereits im Mai hatte die Familie das Geld mit einem Transporter zur Bundesbankfiliale nach Oldenburg gebracht. Die rund 1,2 Millionen Münzen waren in Hunderten Gefrierbeuteln verpackt. Das ungewöhnliche Erbe stellte die Bank vor eine enorme Herausforderung. Insgesamt sechs Monate lang war Mitarbeiter Wolfgang Kemereit damit beschäftigt, die Münzen neben der normalen Arbeit zu zählen - pro Gefrierbeutel brauchte er rund eine Stunde. "Ich habe jedes Stück in der Hand gehabt", sagte er NDR 1 Niedersachsen. "Ich mache sowas aber durchaus gern, von daher war das kein Problem." Eine maschinelle Zählung sei dieses Mal nicht möglich gewesen, weil die Geldstücke teilweise verrostet und verklebt waren.

Noch mehr als 12 Milliarden D-Mark im Umlauf

Der Verstorbene, der als Lkw-Fahrer gearbeitet hatte, hatte die Münzen 30 Jahre lang auf seinen Touren gesammelt und anschließend gehortet. Bundesweit liegen nach Angaben der Bundesbank noch circa 12,65 Milliarden D-Mark herum. Das ist fünf Prozent des Geldes, das zum Zeitpunkt der Euro-Einführung am 1. Januar 2002 noch im Umlauf war. Allein in der Bundesbankfiliale Oldenburg tauschen täglich durchschnittlich 13 Kunden Geld im Wert von 490 Mark um.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 14.12.2017 | 16:00 Uhr

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