Stand: 06.02.2020 10:03 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Jagdhochsitze angesägt: 23-Jähriger verurteilt

Urteil im Prozess um angesägte Hochsitze: Das Amtsgericht Papenburg hat einen 23-Jährigen wegen Sachbeschädigung zu einer Geldstrafe in Höhe von 2.250 Euro verurteilt. Der Student hat am Donnerstag 13 Taten unter anderem in Heede, Lorup und Werlte eingeräumt. Demnach hatte er vor etwa einem Jahr in verschiedenen Jagdrevieren Hochsitze umgeworfen, zersägt oder mit Farbe beschmiert. Vor Gericht bezeichnete er sich selbst als "Jagdgegner und Tierschützer". Um deutlich zu machen, wie sehr er Jäger missachtet, hatte er auf einige Hochsitze das Kürzel "ALF" gesprüht. Das steht für Animal Liberation Front, eine Gruppe selbsternannter Tierbefreier. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück vermutete in ihrer Anklage, dass der Student Komplizen hatte. Das bestritt der 23-Jährige vehement. Durch die zerstörten und beschmierten Hochsitze ist nach Angaben des Gerichts ein Schaden in Höhe von mindestens 6.500 Euro entstanden. Die Jagdpächter prüfen derzeit ihre Ansprüche gegen den 23 jährigen.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 06.02.2020 | 09:30 Uhr

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