Stand: 17.05.2018 16:14 Uhr

Halter lassen Hunde oft unbeaufsichtigt laufen

Streunende Hunde stellen eine Gefahr dar, nicht nur für den Autoverkehr. Der Tiersuchdienst Wesermarsch stellt fest, dass immer mehr Halter ihre Tiere ohne Aufsicht nach draußen lassen. Und das ist streng verboten, allein aus Naturschutzgründen wegen der Brut- und Setzzeit. Aber offenbar kümmert das viele Halter nicht.

Manche Hundehalter sind uneinsichtig

Die Zahl der Hunde, die ohne Aufsicht frei herumlaufen, steige. "Fast jeden Tag wird uns ein streunender Hund gemeldet", sagt Silvia Kerney vom Tiersuchdienst Wesermarsch. Am Fundort werde dann versucht, das Tier anhand seines Chips, der Steuermarke oder anderen Hinweisen zu identifizieren und den Halter ausfindig zu machen. "Bei manchen Besitzern waren wir schon fünfmal", so Kerney. Der Hund werde trotzdem weiter unbeaufsichtigt laufen gelassen. In anderen Landkreisen sei die Situation nicht besser.

Tiersuchdienst fordert konsequente Bestrafung

Kerney und der Tiersuchdienst fordern deshalb konsequente Strafen, denn wer seinen Hund unbeaufsichtigt lässt, der begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 5.000 Euro geahndet werden kann, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. Oft würden die Halter aber noch nicht einmal verwarnt. Das Ordnungsamt Nordenham bestätigt auf Nachfrage Probleme mit einzelnen Hundebesitzern. "Wir weisen die Halter darauf hin, dass gerade jetzt Leinenpflicht besteht und niemand seinen Hund unbeaufsichtigt lassen darf", so Ordnungsamtsleiterin Uschi Wilkens. Doch in letzter Konsequenz werde das zu wenig von den Kommunen durchgesetzt, kritisiert der Tiersuchdienst Wesermarsch.


17.05.2018 16:16 Uhr

Hinweis der Redaktion: In einer frühen Version dieses Beitrages hatten wir als Beispiel für die Gefahr, die von streunenden Hunden ausgehen kann, auf einen Fall in Osnabrück verwiesen, bei dem ein Säugling schwer verletzt wurde. Mittlerweile hat sich diese, zunächst auch von der Polizei und Staatsanwaltschaft verbreitete Version, als falsch herausgestellt. Der Vater des Kindes hat die Tat gestanden, er hatte die angebliche Hundeattacke erfunden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 16.05.2018 | 18:00 Uhr

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