Stand: 04.12.2019 20:09 Uhr

Gegen Müll an der Küste: 35.000 Euro vom Land

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Für Müllsammlungen am Strand soll es einen Zuschuss vom Umweltministerium geben. (Archivbild)

Müll am Strand wird für Kommunen zunehmend zum Problem. Die Ostfriesischen Insel-Bürgermeister und Landräte haben ihre Sorgen am Mittwoch mit Umweltminister Olaf Lies (SPD) besprochen: Er traf sich in Aurich mit ihnen zum sogenannten Insel-Dialog. Zu normalem Abfall an der Küste komme zusätzlicher Müll nach Sturmfluten, darüber hinaus würden Rückstände aus der Schifffahrt angespült, sagte Norderneys Bürgermeister Frank Ulrichs (SPD). Die Kosten für das Aufsammeln und Entsorgen seien hoch. Lies kündigte Hilfe an: Das Land werde ehrenamtliche Sammel-Aktionen unterstützen. 35.000 Euro stellte der Minister in Aussicht. Damit sollen etwa Handschuhe und Müllsäcke finanziert werden.

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Nach wie vor will Lies sich zudem dafür einsetzen, dass Container auf Schiffen, die Gefahrgut enthalten, mit Sendern ausgestattet werden. Im Fall einer Havarie sollen die Container dadurch geortet werden können - anders als nach der Havarie des Frachters "MSC Zoe" Anfang 2019. Mehr als 300 Container waren über Bord gegangen, darunter zwei mit Gefahrgut. Die Suche gestaltete sich äußerst schwierig. Nicht alle Container konnten geborgen werden. An den Küsten war nach dem Unglück tonnenweise Müll angeschwemmt worden.

Insulanern fehlt bezahlbarer Wohnraum

Ein weiteres Thema beim Insel-Dialog war die Wohnraum-Situation. Diese ist auch auf den Inseln sehr angespannt. Neue und bezahlbare Wohnungen seien auf allen Ostfriesischen Inseln Mangelware, sagte Ulrichs. Der Tourismus auf den Inseln boomt, mehrere Millionen Übernachtungsgäste kommen jährlich. Durch das enorme Interesse von Urlaubern an Unterkünften hätten sich Immobilien drastisch verteuert, so Norderneys Bürgermeister. Ein eigenes Haus sei für Insulaner kaum noch bezahlbar.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 05.12.2019 | 06:30 Uhr

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