Der Lüneburger Weihnachtsmarkt im Dunkeln aus der Vogelperspektive. © picture alliance/dpa Foto: Philipp Schulze

Corona: Keine Weihnachtsmärkte in Oldenburg und Osnabrück

Stand: 27.10.2020 14:11 Uhr

In Niedersachsen wird es wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr weniger Weihnachtsmärkte geben. Der Osnabrücker Weihnachtsmarkt und der Lamberti-Markt in Oldenburg sind bereits abgesagt worden.

Man könne weder sicherstellen, dass die Besucher den Abstand einhalten, noch könne man Kontakte nachverfolgen, so ein Oldenburger Stadtsprecher. Es sei ein Schlag für die Kirmesbeschicker, sagte der Präsident der Oldenburger Schausteller, Michael Hempen. Dabei hätten die mobilen Freizeitparks in Vechta, Oldenburg, Papenburg und Emden gezeigt, dass es möglich sei. "Wenn Oldenburg schon absagt, werden viele andere auch absagen", heißt es vom Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund.

"Schausteller in der City" wird erweitert und verlängert

Die Stadt Osnabrück hat am Dienstagvormittag ebenfalls bekannt gegeben, dass ihr Weihnachtsmarkt nicht stattfinden wird. Die Stadt werde allerdings die seit Anfang Oktober laufende Aktion "Schausteller in der City" ausweiten und bis zum 23. Dezember verlängern. Der Schaustellerverband Weser-Ems begrüßte die Entscheidung. Die Absage sei zwar ein Schlag. Aber es wäre schlimmer, den Weihnachtsmarkt aufzubauen und zu einem späteren Zeitpunkt abzubrechen, so der Vorsitzende Bernhard Kracke. Seit dem 3. Oktober sind bereits als Ausgleich für den ebenfalls abgesagten Jahrmarkt rund 25 Karussells und Buden in der Innenstadt aufgestellt. Das Angebot soll nun auf bis zu 45 Stände erweitert werden.

Hygienekonzept soll noch im Oktober vorgestellt werden

Weihnachtsmarkt-Veranstalter in anderen Städten zögerten noch und warteten auf ein Hygienekonzept des Wirtschaftsministeriums, das bis Ende Oktober fertiggestellt werden soll, so der Städte- und Gemeindebund. Darin soll unter anderem festgelegt werden, ob beispielsweise Glühwein auf den Weihnachtsmärkten verkauft werden darf. Die Weihnachtsmärkte in Braunschweig, Goslar, Lüneburg, Bremen und Hannover sollen - Stand Dienstag - stattfinden. Allerdings sollen sie kleiner und dezentraler werden. Die Veranstalter behalten sich aber Absagen vor.

Kein Weihnachtsmarkt - deutlich weniger Umsatz in der Stadt

Zwei Menschen stoßen mit ihren Glüchweinbechern an. © dpa / picture alliance Foto: Philipp von Ditfurth
Wird in diesem Jahr Glühwein ausgeschenkt? (Archiv)

Ein Aus für die Weihnachtsmärkte wäre katastrophal für das Weihnachtsgeschäft in den Innenstädten, so der Sprecher des Städte- und Gemeindebundes, Thorsten Bullerdiek. Die Händler müssten dann mit Einbußen von bis zu 50 Prozent rechnen. Auf dem Land werde es definitiv deutlich weniger Weihnachtsmärkte geben. Viele seien ehrenamtlich organisiert, das wolle niemand verantworten, so Bullerdiek.

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NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 27.10.2020 | 12:00 Uhr

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