Stand: 27.07.2020 09:38 Uhr

Althusmann will keinen Einstieg bei Meyer Werft

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU). © dpa-Bildfunk Foto: Christophe Gateau
Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) will keine staatliche Beteiligung an der Meyer Werft. (Archivbild)

Ein "Nein" zur staatlichen Beteiligung an der Meyer Werft und ein "Nein" zu einem generellen Verbot von Werkverträgen: Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) hat in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" erklärt, wie aus seiner Sicht die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie bewältigt werden können.

Minister für Kostensenkungen und Reformen

Der Schlüssel zum Bewältigen der Krise sei ein kluges und austariertes Programm, mit dem Kosten gesenkt und Reformen vorangebracht werden können, sagte Althusmann. Die Corona-Pandemie hat den Papenburger Kreuzfahrt-Schiffbauer hart getroffen. Bis Ende August geht das Unternehmen in eine Art verlängerte Betriebsferien.

Werkverträge "übliches Instrument"

Die aufgrund der Missstände in der Fleischindustrie erhobene Forderung nach einem generellen Verbot von Werkverträgen hält der CDU-Politiker für das falsche Signal für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Das Verbot von Werkverträgen in der Fleischindustrie unterstütze er jedoch. In der Fleischindustrie sei über Jahre Missbrauch mit dieser Vertragsform getrieben worden, sagte Althusmann. In vielen Branchen würden Werkverträge "weiterhin ein übliches Instrument sein". Dies gelte auch für den Kreuzfahrtschiffbauer Meyer-Werft in Papenburg. Auf der Werft gibt es immer wieder Kritik daran, dass neben der Stammbelegschaft auch Werkfirmen mit Tausenden Mitarbeitern an den Schiffen bauen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 27.07.2020 | 09:30 Uhr

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