Ein Airbus A310 10+23 wird am Flughafen Hannover von der Flughafenfeuerwehr mit Wasserspalier empfangen. © dpa-Bildfunk Foto: Ole Spata

Geplanter Airbus-Transport in Tierpark bleibt umstritten

Stand: 23.09.2021 18:22 Uhr

Im Konflikt um den geplanten Transport eines Bundeswehr-Airbus in den Serengeti-Park Hodenhagen gibt es noch keine Entscheidung. Die Gemeinde Wedemark und Naturschützer haben weiter Vorbehalte.

Am Donnerstag haben sich auf Einladung des Parks Vertreter der beteiligten Behörden und betroffenen Gemeinden zu einem rund zweieinhalbstündigen Gespräch getroffen. Nach dem Runden Tisch mit Serengeti-Park-Chef Fabrizio Sepe äußerte sich die Gemeinde Wedemark weiter abwartend. Es seien immer noch viele Frage offen, so ein Sprecher. Im Vorfeld des Info-Gesprächs hatte Wedemarks Bürgermeister Helge Zychlinski (SPD) gesagt, es könne nicht sein, dass man für den Vergnügungsaspekt Schäden in der Natur anrichte. Zuvor hatte Zychlinski Landesverkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) per Brief aufgefordert, das Projekt zu stoppen, um Schäden in der Natur zu verhindern. Der Tierpark will aus dem ausrangierten Flieger ein Restaurant machen.

Transport ohne Kahlschlag möglich?

"Wir gehen mit einem positiven Gefühl aus dem Gespräch heraus", sagte eine Parksprecherin in Anschluss an den Austausch. Der Transporteur habe eine Simulation des rund 50 Kilometer langen Weges vom Flughafen Hannover bis Hodenhagen vorgestellt. Park-Inhaber Sepe geht davon aus, dass das Flugzeug ohne Kahlschlag transportiert werden könne. In der Gemeinde Wedemark müssten keine Bäume gefällt werden, sagte er der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Im Heidekreis gebe es allerdings eine Stelle, an der zwei bis maximal sechs wild gewachsene Jungbäume, die nah am Straßenrand stehen, leider gefällt werden müssten, räumte er ein.

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Äste sollen über den Airbus hinwegrutschen

"Die Sorge um die Alleen möchten wir den Bürgern auch nehmen", betonte Sepe. "Der Flieger wird in ein Gerüst gepackt, so dass er unter den Bäumen entlanggezogen werden kann und die Äste über ihn wegrutschen." Der Transporter fahre so langsam, dass große Äste angehoben und gestützt werden könnten. Auf mehreren Transportern sollten Rumpf, Flügel und Triebwerke nach Hodenhagen gebracht werden: "Das wird alles auseinandergebaut."

Im August noch im Einsatz

Der Bundeswehr-Airbus A310 "Kurt Schumacher" hatte zuletzt afghanische Ortskräfte und Angehörige nach Wunstorf gebracht. Die Maschine hat ein Leergewicht von 79 Tonnen, ist knapp 47 Meter lang und hat einen Rumpfdurchmesser von 5,64 Metern.

Genehmigungsverfahren läuft noch

Minister Althusmann verwies in seinem Brief an den Bürgermeister der Wedemark darauf, dass für das straßenverkehrsrechtliche Erlaubnisverfahren nicht sein Haus, sondern die Stadt Langenhagen zuständig sei. Da ein Landschaftsschutzgebiet betroffen ist, sei zudem die Untere Naturschutzbehörde der Region Hannover zuständig. Nach Angaben der Stadt Langenhagen läuft das Genehmigungsverfahren für den Schwertransport noch. "Vorerst müssen die zuständigen Behörden entlang des Transportweges angehört werden", hieß es aus der Stadtverwaltung. "Deren jeweilige Stellungnahmen werden dann Bestandteil des Genehmigungsverfahrens und unserer Entscheidung."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 23.09.2021 | 13:30 Uhr

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