Gehäufter Schlick im Hafen von Glücksstadt. © NDR Foto: Jörn Zahlmann

Elbfähre Wischhafen-Glückstadt: Reederei erhebt Schlick-Zuschlag

Stand: 12.05.2023 12:24 Uhr

Die Elbfähre Wischhafen-Glückstadt erhebt neuerdings einen Schlick-Zuschlag auf den Fahrpreis. Der Anbieter begründet das mit höheren Werftkosten für die Fährschiffe.

Die Fähren würden an der Wischhafener Süderelbe bei niedrigen Wasserständen mehr durch den Schlick rutschen, als über das Wasser zu fahren, sagte Fährgeschäftsführer Tim Kunstmann dem NDR Niedersachsen. Dadurch nutzten die Unterwasseranstriche schneller ab, auch die Propeller würden wie mit Sandpapier abgerieben, wenn sie sich im feinen Schlick drehen müssen.

Reederei hofft auf Anleger in tieferem Wasser

Der Schlick-Zuschlag von einem Euro pro Ticket werde aber wieder abgeschafft, wenn die Elbfähre wie erhofft einen neuen Anleger weiter draußen am Rande des tiefen Elbfahrwassers bekomme. Darüber sei die Fährreederei in konstruktiven Gesprächen mit den Wirtschaftsministerien in Hannover und Kiel.

Weitere Informationen
Wirtschaftsminister Olaf Lies und Umweltminister Christian Meyer bei einer Pressekonferenz. © NDR

Bundesländer lösen Streit um Elbschlick

Das Baggergut wird nicht vor der Vogelschutzinsel Scharhörn verklappt. Das war Niedersachsen besonders wichtig. (21.12.2022) mehr

Autos stehen auf der Elbfähre Glückstadt Wischhafen. © NDR Foto: Jörn Zahlmann

Elbvertiefung: Schlick behindert Fähre Glückstadt-Wischhafen

Schwere Pötte können nun zwar den Hamburger Hafen anlaufen. Aber dafür kommt die Fähre zwischen Glückstadt und Wischhafen kaum noch an ihren Anleger. (05.11.2022) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 12.05.2023 | 12:00 Uhr

Schlagwörter zu diesem Artikel

Schifffahrt

Mehr Nachrichten aus der Region

Blick auf einen durch eine Explosion zerstörten Wohncontainer der Geflüchtetenunterkunft in Buchholz. © dpa Foto: Georg Wendt

Brand in Flüchtlingsunterkunft: Bewohner war Verursacher

Das sei nun klar, so die Staatsanwaltschaft Stade. Sie hat den Fall abgeschlossen. Ein Ermittlungsverfahren gibt es nicht. mehr

Aktuelle Videos aus Niedersachsen