Stand: 13.03.2018 08:28 Uhr

VW: Kündigung von mutmaßlichem Islamisten unwirksam

Das Landesarbeitsgericht in Hannover hat die Kündigung eines mutmaßlichen Islamisten durch Volkswagen für unwirksam erklärt. Sie gab damit der Berufung des Mannes statt. Der Autobauer hatte seinem Mitarbeiter vor etwa zweieinhalb Jahren gekündigt, nachdem ihm die Stadt Wolfsburg auf Anraten der Sicherheitsbehörden den Reisepass entzogen hatte. Der Mann wurde verdächtigt, in das Gebiet der Terrormiliz "Islamischer Staat" ausreisen zu wollen. Das Arbeitsgericht im Braunschweig hatte die Kündigung des Mannes zuvor für rechtmäßig erklärt.

Urteil noch nicht rechtskräftig

Doch: Der bloße Verdacht einer Zugehörigkeit zur radikalen Islamisten-Szene und ein damit verbundener präventiver Passentzug reichten für eine Kündigung nicht aus, begründeten die Juristen in Hannover ihr Urteil. VW habe nicht nachweisen können, dass der Mitarbeiter den Betriebsfrieden oder die Sicherheit des Unternehmens gefährdet habe.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig: Eine Revision vor dem Bundesarbeitsgericht ist möglich.

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 12.03.2018 | 19:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

03:28
NDR//Aktuell

Moorbrand: Sind Evakuierungen notwendig?

19.09.2018 14:00 Uhr
NDR//Aktuell
00:51
Hallo Niedersachsen

Moorbrand bei Meppen weitet sich aus

18.09.2018 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen