Stand: 11.08.2020 15:50 Uhr

Studie: Seriöse Medien in Corona-Krise gefragt

Presseausweis, Brille und Kugelschreiber © Fotolia.com Foto: A_Bruno
Seriöse Medien sind in der Corona-Krise besonders gefragt, wie eine Hildesheimer Studie zeigt. (Symbolbild)

Während der Corona-Krise schätzen und nutzen Bürger vermehrt aktuelle und hochwertige Information. Das hat eine Studie der Universität Hildesheim gezeigt. Demnach schnitten insbesondere der öffentlich-rechtliche Rundfunk und Tageszeitungen bei der Befragung gut ab. Laut Studie gaben 84 Prozent an, mit der Informationsversorgung zufrieden zu sein. Ein Zusammenhang zeige sich zudem zwischen Zufriedenheit und Art der Mediennutzung, so eine Uni-Sprecherin: Personen mit geringer Zufriedenheit mit der Informationsversorgung zu Covid-19 nutzten signifikant weniger den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Tageszeitungen. Dies unterstreiche die wichtige Rolle seriöser Quellen zu Krisenzeiten, heißt es.

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"Fake News" - vor allem in sozialen Medien

Ungefähr 80 Prozent der Teilnehmenden gaben an, bereits mit "Fake News" zu Covid-19 konfrontiert worden zu sein, insbesondere in sozialen Medien. Die Ergebnisse zeigten aber auch, dass die hohe Informationsdichte rund um das Coronavirus vor allem in der Anfangsphase der Krise bei einigen Personen ein Gefühl der Hilflosigkeit und Überforderung auslöste. Dies führte nach Angaben der Forscher teilweise auch zu einer bewussten Einschränkung des Medienkonsums.

Mehr Interesse an Nachrichten

Die Wissenschaftler hatten zwischen April und Mai rund 300 Personen in deutschsprachigen Ländern online nach ihrem Medienverhalten befragt. Mehr als 75 Prozent der Befragten gaben der Universität zufolge an, seit Beginn der Krise mehr Nachrichten und Informationen zu konsumieren. "Im Kern stand die Hypothese, dass seriöse Informationen in Zeiten der Corona-Pandemie wieder ernst genommen werden", so der Informationswissenschaftler Thomas Mandl.

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Dieses Thema im Programm:

Regional Hannover | 12.08.2020 | 06:30 Uhr

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