Stand: 03.05.2019 13:31 Uhr

OB-Wahl: SPD stellt Ex-Kämmerer Hansmann auf

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Marc Hansmann (rechts) wird Kandidat der SPD für die Oberbürgermeisterwahlen in Hannover.

Der frühere Finanzdezernent der Stadt Hannover, Marc Hansmann, soll als Kandidat für die Nachfolge von Oberbürgermeister Stefan Schostok antreten. Das hat die SPD Hannover am Mittag bekannt gegeben. Hansmann war zehn Jahre lang Kämmerer der Stadt, bevor er vor zwei Jahren in den Vorstand des kommunalen Energieversorgers Enercity wechselte. Die SPD ist damit die erste Partei, die einen Kandidaten für die OB-Wahl benennt. CDU und Grüne haben sich noch nicht auf einen Kandidaten geeinigt. Bei der FDP könnte der frühere Generalsekretär der Bundespartei Patrick Döring OB-Kandidat werden.

Wichtiges Thema für Hansmann: Kinderarmut bekämpfen

Hannovers SPD-Chef Alptekin Kirci nannte Hansmann am Freitag einen hervorragenden Kandidaten. Er sei in Hannover bekannt und mit der Stadt eng verbunden. Hansmann selbst sagte, dass der Wahlkampf kein Spaziergang werde. Sein Vorteil sei, dass er keine klassische Politikerkarriere hinter sich habe. "Genau das brauchen wir jetzt." Das Rathaus habe eine Führungskrise hinter sich. "Das will ich ändern. Ich bin ein politisch denkender Mensch, der leiten kann." Als wichtigste Themen nannte er die Bekämpfung von Kinderarmut, Investitionen in Bildung und Wohnungsbau und Klimaschutz. Er selber, sagte er, habe noch nie ein Auto besessen.

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Hansmann wird neuer OB-Kandidat für Hannover

03.05.2019 19:30 Uhr
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Die SPD schickt Marc Hansmann als Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl in Hannover ins Rennen. Er will durch mehr Führungsstärke ein Gegenentwurf zu Stefan Schostok sein. Video (01:57 min)

Kommunalaufsicht entscheidet über Versetzung

Die Wahl eines neuen Oberbürgermeisters ist nötig, weil Amtsinhaber Schostok um seine Versetzung in den vorzeitigen Ruhestand gebeten hat. Hintergrund ist die Anklageerhebung der Staatsanwaltschaft gegen Schostok, sie wirft ihm Untreue in besonders schwerem Fall vor. Voraussichtlich am 16. Mai kommt der Rat zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Drei Viertel aller Mitglieder müssen Schostoks Antrag zustimmen. Am Ende entscheidet die Kommunalaufsicht. Von da an hat die Stadt sechs Monate Zeit, um einen neuen Oberbürgermeister wählen zu lassen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 03.05.2019 | 14:00 Uhr

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