Stand: 29.05.2020 08:58 Uhr

Lügde-Ausschuss: Weitere Zeugen wollen schweigen

In einem Gerichtssaal liegen mehrere Aktenordner übereinander auf einem Tisch. © dpa picture alliance Foto: Bernd Thissen
Vor dem Lügde-Untersuchungsausschuss haben mehrere Mitarbeiter des Jugendamtes Hameln-Pyrmont bereits die Aussage verweigert. (Themenbild)

Weitere Jugendamtsmitarbeiter aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont wollen die Aussage im Untersuchungsausschuss im nordrhein-westfälischen Landtag im Zusammenhang mit dem massenhaften Kindesmissbrauch von Lügde verweigern. Der Landkreis hatte den Jugendamtsmitarbeitern zwar erlaubt, im Ausschuss auszusagen. Gleichzeitig bezahlt er nach eigenen Angaben eine Anwaltsanzlei, die den Mitarbeitern dabei hilft, eben nicht aussagen zu müssen. Anfang dieser Woche weigerten sich mehrere von ihnen, Fragen zu beantworten und beriefen sich auf ihr Zeugnisverweigerungsrecht. Einen Widerspruch sieht der Landkreis darin nicht. Das sei eine persönliche Entscheidung der Mitarbeiter, die ihnen rechtlich zustehe. Es habe keine Einflussnahme gegeben.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 29.05.2020 | 08:30 Uhr

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