Stand: 03.02.2021 08:10 Uhr

IS-Prozess: Verteidigung fordert Freispruch für "Abu Walaa"

Der Angeklagte Ahmad A. verdeckt im Oberlandesgericht Celle sein Gesicht mit der Kapuze seines Pullovers. © picture alliance/dpa | Ole Spata Foto: Ole Spata
Der Angeklagte soll junge Menschen islamistisch radikalisiert haben. (Archivbild)

Im Prozess gegen den mutmaßlichen Deutschland-Chef der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), der sich "Abu Walaa" nennt, hat die Verteidigung am Oberlandesgericht Celle einen Freispruch gefordert. Der Tatvorwurf, dass der Iraker junge Menschen radikalisiert habe, sei von der Anklage und während der Beweisaufnahme des Gerichts nicht konkretisiert worden, argumentierten die Anwälte in ihrem Plädoyer. Außerdem gebe es Zweifel an der Glaubwürdigkeit eines Kronzeugen sowie eines Polizeispitzels, auf deren Aussagen sich die Bundesanwaltschaft vor allem gestützt hatte. Die Anklage fordert elfeinhalb Jahre Haft für den Prediger. Abu Walaa und drei Mitangeklagte stehen wegen Unterstützung des IS und Mitgliedschaft in der Terrormiliz seit September 2017 vor Gericht.

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Außenansicht des Oberlandesgerichts Celle. © NDR Foto: Hans-Christian Hoffmann

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