Stand: 26.04.2020 15:41 Uhr

Hannoveraner laufen stayathome Marathon

Am Maschsee sind bei gutem Wetter zahlreiche Personen beim Joggen zu sehen. © dpa - Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte
In Hannover haben sich am Sonntag Läuferinnen und Läufer am stayathome-Marathon beteiligt. (Themenbild)

Eigentlich wollten am Sonntag Zehntausende Läufer beim 30. Hannover-Marathon an den Start gehen. Doch die Coronavirus-Pandemie hat Amateuren wie Profiläufern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das sportliche Großereignis wurde, wie alle anderen Veranstaltungen auch, abgesagt. Mit der Initiative "stayathomemarathon" hat man in der Landeshauptstadt aus der Not eine Tugend gemacht. Am Sonntag gingen Läufer - natürlich jeder für sich - auf seine persönliche Laufstrecke. Polizeipräsident Volker Kluwe hatte im Vorfeld betont, dass die Polizei die Initiative unterstütze.

Eilenriede und Maschsee sollten gemieden werden

Wichtig war der Polizei zu betonen, dass sich jeder Läufer an die derzeit geltenden Regeln halten müsse. "Als Polizei ist es uns wichtig, dass die Sportler alleine laufen und sich nicht gemeinsam in Gruppen verabreden. Der eigene Garten oder die einsame Lieblingsstrecke sind geeigneter als beliebte Ausflugsziele wie die Eilenriede oder der Maschsee", machte der Polizeipräsident am Sonnabend deutlich. Die Polizei war am Sonntag im Einsatz und wollte das Verhalten der Teilnehmer im Auge behalten.

Grüne wollen Sportbeschränkungen schrittweise lockern

Unterdessen haben die Grünen im Niedersächsischen Landtag sich Gedanken gemacht, wie Sport während der Corona-Pandemie betrieben werden kann. "Es wird höchste Zeit, dass wir in Niedersachsen Ideen und Konzepte entwickeln, wie Sport mit Corona-Schutzmaßnamen wieder möglich wird", sagt die sportpolitische Sprecherin Susanne Menge am Sonnabend. Die Grünen fordern deshalb unter anderem, dass Individualsportarten im Freien ab sofort unter bestimmten Auflagen zu Hygiene und Abständen wieder zulässig sein sollte. In einem nächsten Schritt sollten Sporthallen unter strengen Auflagen (Kleingruppen, Abstandskriterien) für geeignete Sportarten, wie zum Beispiel Turnen, Tischtennis und Badminton für den Vereinsbetrieb wieder geöffnet werden, so Menge.

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Hallo Niedersachsen | 26.04.2020 | 19:30 Uhr

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