Eine Fledermaus wird während der Untersuchung gehalten. © picture alliance Foto: Andreas Arnold

Hannover: Experten weisen seltene Tollwut bei Fledermaus nach

Stand: 15.06.2021 16:32 Uhr

Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) hat bei einem Tier die seltene Fledermaustollwut nachgewiesen. Die Fledermaus war in Minden entdeckt worden.

Das Tier sei geschwächt in eine Auffangstation gebracht worden, teilte das Veterinäramt des zuständigen Landkreises Minden-Lübbecke in Nordrhein-Westfalen am Dienstag mit. Da die Fledermaus sich aggressiv verhalten habe, sei sie eingeschläfert und zur Untersuchung über die Landesgrenze nach Hannover geschickt worden. Die Experten des Laves wiesen bei dem Tier dann den sehr seltenen Tollwut-Erreger nach. Um welche Fledermausart es sich bei dem infizierten Tier handelt, teilten die Behörden nicht mit.

Tollwut ist auch für Menschen gefährlich

Fledermäuse sollten grundsätzlich nicht ohne feste Lederhandschuhe berührt werden, hieß es vom Landkreis Minden-Lübbecke. Tollwutinfektionen seien für Menschen gefährlich, Bissverletzungen müssten daher unbedingt verhindert werden. Bei der Tollwut handelt es sich um eine Viruserkrankung, die vom Tier auf Menschen übertragen werden kann. 2020 waren bundesweit vier Übertragungen, im Jahr davor neun Fälle registriert worden. Wer eine tote Fledermaus findet, solle sich sofort mit dem zuständigen Veterinäramt in Verbindung setzen, so der Landkreis.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 16.06.2021 | 06:30 Uhr

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