Stand: 04.09.2020 14:41 Uhr

Missbrauch in Münster: Anklage gegen Hannoveraner

Justitia. © imago Foto: Ralph Peters
Über die Zulassung der Anklage muss das Landgericht Münster entscheiden (Themenbild).

Im Missbrauchsfall Münster (Nordrhein-Westfalen) hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen Mann aus Hannover erhoben. Dem 35-Jährigen und vier weiteren Beschuldigten wird schwerer sexueller Missbrauch vorgeworfen. Im Mittelpunkt steht den Angaben zufolge ein 27-Jähriger aus Münster. Er soll den heute zehn Jahre alten Sohn seiner Lebensgefährtin über Jahre vergewaltigt haben. Unter anderem soll er ihn gemeinsam mit dem Mann aus Hannover teilweise über Tage mehrfach schwer sexuell missbraucht haben.

Angeklagte schweigen zu Vorwürfen

Die Anklageschrift umfasst Tatvorwürfe aus den Jahren 2018 bis 2020. Laut Anklage sollen die Männer zu unterschiedlichen Zeitpunkten mehrere Kinder zum Teil gemeinsam vergewaltigt haben. Der 27-jährige mutmaßliche Haupttäter soll sich an dem Zehnjährigen laut Staatsanwaltschaft bei 26 verschiedenen Gelegenheiten vergangen haben. Zudem soll er den Jungen über das Internet über spezielle Plattformen angeboten haben. Die in U-Haft sitzenden Männer und eine Frau haben sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert.

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An einer Hausfassade hängt ein Leuchtschild mit der Aufschrift Polizei. © NDR Foto: Julius Matuschik

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 04.09.2020 | 13:30 Uhr

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