Stand: 30.05.2020 10:23 Uhr

Elternrat: Mehr Unterstützung für Homeschooling

Ein Schüler lernt zu Hause am Laptop wegen des Coronavirus. © imago images Foto: Action Pictures
Unterricht zuhause - nach den Sommerferien könnte es damit vorbei sein. (Themenbild)

Der Landeselternrat in Niedersachsen sieht weiterhin Probleme beim Zuhause-Lernen. Die Elternvertreter kritisieren, dass die Schüler nach dem Wiederanlaufen des Präsenz-Unterrichts Tests schreiben mussten - ohne, dass die Inhalte in der Schule besprochen worden seien. Ein weiterer Kritikpunkt: Schüler schickten die erledigten Hausaufgaben zurück, hörten dann aber oft nichts vom Lehrer. Ob das Homeschooling funktioniere, sei von Schule zu Schule unterschiedlich.

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Landesweit einheitliches Bildungsniveau gefordert

Der Kultusminister müsse Schulen und Kommunen besser unterstützen, fordern die Elternvertreter. Außerdem sollten aus ihrer Sicht die eilig geschriebenen Corona-Erlasse einem Praxistest unterzogen und überarbeitet werden. Ziel müsse es sein, ein landesweit einheitliches Bildungsniveau sicherzustellen.

Neues Schuljahr muss vorbereitet werden

Auch beim Präsenzunterricht sieht der Landeselternrat noch viel zu tun. Um jetzt schon das neue Schuljahr vorzubereiten, fordern die Eltern einen runden Tisch mit Lehrerverbänden, Kommunen, Eltern und Schülervertretern. Die Corona-Krise werde auch das neue Schuljahr begleiten.

Weil: So schnell wie möglich zurück zum Normalbetrieb

Unterdessen hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) die Rückkehr zum vollständigen und normalen Schulbetrieb angekündigt - "so schnell wie möglich", spätestens aber nach den Sommerferien, sagte Weil der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Mit Blick auf die Kindertagesstätten im Land sagte er: "Wenn ein Normalbetrieb in den Kitas schon vor dem nächsten Kita-Jahr möglich ist, wäre mir das herzlich willkommen." Derzeit liefen im Kultusministerium Gespräche über die Öffnung.

Infektionsgeschehen bestimmt das Tempo

Vorbehaltlich der Infektionsentwicklung geht der Regierungschef davon aus, dass es nach den Sommerferien in den Schulen wieder ganz normal laufen werde. Verständlicherweise sei bei den Familien "eine Menge Druck auf dem Kessel", sagte Weil. Die Kinder und Jugendlichen benötigten zudem ihre sozialen Kontakte. "Wir können aber im Endeffekt immer nur so viel machen, wie das Infektionsgeschehen zulässt", betonte Weil.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 30.05.2020 | 08:00 Uhr

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