Stand: 19.03.2018 16:57 Uhr

Einbruchradar: Viel los in Garbsen und Kirchrode

In Uetze und Pattensen können Hausbesitzer offenbar deutlich ruhiger schlafen als anderswo in der Region Hannover. Denn in diesen beiden Kommunen ist von der Polizei seit Jahresbeginn kein einziger Einbruch verzeichnet worden - nicht einmal ein gescheiterter Versuch. Solche und ähnliche Erkenntnisse ermöglicht die Polizeidirektion Hannover seit heute allen Besuchern ihrer Internetseite. Der sogenannte Einbruchradar wird wöchentlich fortgeschrieben und jeweils montags um 15 Uhr online gestellt.

Die häufigsten Einbruchsziele im Stadtgebiet Hannover

  • Kirchrode-Bemerode-Wülferode: 31 Einbrüche (17 davon abgebrochene Versuche)
  • Buchholz-Kleefeld: 29 (10)
  • Mitte: 29 (14)
  • Ahlem-Badenstedt-Davenstedt: 29 (17)
  • Bothfeld-Vahrenheide: 24 (13)
  • Ricklingen: 19 (10)
  • Misburg-Anderten: 17 (11)
  • Döhren-Wülfel: 17 (9)
  • Vahrenwald-List: 15 (5)
  • Herrenhausen-Stöcken: 13 (5)
  • Linden-Limmer: 12 (5)
  • Nord: 12 (7)
  • Südstadt-Bult: 10 (3)

Große Unterschiede, einige Gemeinsamkeiten

Stadt (260) und Region (258) weisen fast die gleiche Zahl an Einbrüchen auf. In Garbsen sind mit 31 Taten seit Anfang Januar die meisten Einbrüche in der Region verübt worden. Langenhagen (24) und Burgwedel (20) folgen mit einigem Abstand. Im Stadtgebiet der Landeshauptstadt sind die meisten Einbrüche in Kirchrode-Bemerode-Wülferode (31) und Buchholz-Kleefeld (29) erfasst worden, wo viele Einfamilienhäuser zu finden sind. Deutlich weniger passiert ist dagegen in den beiden urbanen Wohnvierteln Linden-Limmer (12) und Südstadt-Bult (10). Dort leben viele Menschen auf engem Raum, die meisten in Mehrfamilienhäusern.

Die häufigsten Einbruchsziele in der Region Hannover

  • Garbsen 31 (13)
  • Langenhagen 24 (12)
  • Burgwedel 20 (10)
  • Wedemark 19 (5)
  • Wunstorf 16 (8)
  • Lehrte 15 (13)
  • Neustadt 15 (8)
  • Burgdorf 14 (8)
  • Isernhagen 14 (4)
  • Barsinghausen 14 (3)
  • Springe 13 (4)
  • Ronnenberg 12 (8)
  • Laatzen 11 (7)
  • Wennigsen 9 (4)
  • Hemmingen 9 (2)
  • Seelze 9 (5)
  • Gehrden 4 (3)
  • Pattensen 0 (0)
  • Uetze 0 (0)

 

Modellprojekt für das ganze Land

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Für die Landeshauptstadt zeigt diese Grafik Einbrüche und Einbruchversuche seit 1. Januar 2018.

Darüber, welche Gründe die sehr unterschiedlichen Zahlen haben, spekuliert Polizeisprecher Philipp Hasse nicht. Es gehe zunächst einmal um transparente Information, sagte er im Gespräch mit NDR 1 Niedersachsen: "Wir wollen mit dem Einbruchradar dafür sorgen, dass jeder Bürger sich informieren kann, wo wie viele Taten passiert sind." Das Projekt sei das erste in ganz Niedersachsen. Es solle die Bürger aufmerksamer machen und dazu animieren, Auffälliges aus der Nachbarschaft zu melden. Die Daten sollen langfristig abrufbar bleiben und einen Überblick über die Entwicklung und die regionale Verteilung von Einbrüchen geben. In ein Verhältnis zu den Einwohnerzahlen setzt die Polizei die Zahlen dagegen nicht.

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Mehr Transparenz für die Bürger

"Um der Verunsicherung in der Bevölkerung entgegenzuwirken, sehen wir weiteren Handlungsbedarf", sagte Polizeipräsident Volker Kluwe. "Aus diesem Grund stellen wir eine wöchentliche Übersicht in Form von grafisch dargestellten Zahlen auf unsere Homepage zur Verfügung. So wollen wir den Bürgerinnen und Bürgern der Region eine größtmögliche Transparenz zu ermöglichen." Kluwe betonte, dass die Einbruchzahlen seit 2014 auf hohem Niveau stagnierten.

Bezirke ja, Straßennamen nein

Bei den Daten, die veröffentlicht werden sollen, handelt es sich nach Angaben der Polizeidirektion um sogenannte Eingangszahlen. Darunter fallen alle aktuell angezeigten oder bekannt gewordenen Einbrüche und Einbruchversuche. Sie werden auf je einer Karte für die Region und die Stadt Hannover dargestellt. Im Stadtgebiet werden die Fälle für die 13 Bezirke aufgeschlüsselt. Aus datenschutzrechtlichen Gründen werden allerdings keine einzelnen Straßennamen angegeben.

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NDR//Aktuell | 19.03.2018 | 16:00 Uhr

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