Stand: 05.03.2019 18:51 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Ehefrau getötet: Anklage fordert zehn Jahre Haft

Im Fall einer getöteten Frau aus Bockenem hat die Staatsanwaltschaft zehn Jahre Gefängnis für den angeklagten Ehemann gefordert.

Nach dem gewaltsamen Tod einer 32-jährigen Frau aus Bockenem (Landkreis Hildesheim) hat die Staatsanwaltschaft zehn Jahre Gefängnis für den Ehemann gefordert. Dem 32-Jährigen wird vorgeworfen, im Mai 2018 seine Frau im Streit um ihre Affären in der gemeinsamen Wohnung getötet zu haben.

Verteidigung fordert Freispruch

Zehn Tage nach der Tat wurde die Leiche der Mutter von zwei Kindern in der Nähe von Höver (Region Hannover) gefunden. Die Nebenklage, die die minderjährigen Kinder vertritt, schloss sich der Forderung der Anklage an. Die Verteidigung forderte in ihrem Plädoyer einen Freispruch aus Mangel an Beweisen. Der Familienvater bestreitet das Verbrechen. Er hatte ausgesagt, dass seine Frau mit dem Auto weggefahren und nicht wiedergekommen sei.

Angeklagter verstrickt sich in Widersprüchen

Im Laufe des Verfahrens hatte sich der Angeklagte jedoch in Widersprüche verstrickt. Zu Beginn des Prozesses wollte der Richter wissen, warum er nicht nach seiner Frau gesucht habe. Der Angeklagte hatte darauf entgegnet, dass es am Tag des Verschwindens geregnet habe. An jenem Tag fiel laut Deutschem Wetterdienst (DWD) kein einziger Tropfen Regen. Laut Staatsanwaltschaft zeigte die Auswertung von Überwachungsvideos und GPS-Daten, dass sich der Angeklagte in der Nähe des Leichenfundorts aufgehalten hat. Das Urteil will das Gericht an diesem Freitag verkünden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 05.03.2019 | 17:00 Uhr

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