Stand: 21.08.2020 09:14 Uhr

Digitalisierung ohne WLAN - wie geht das?

Eine Lehrerin steht mit einem iPad vor einer digitalen Schultafel im Englischunterricht einer 5. Klasse. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte
Einige Schulen in Niedersachsen gehen digital voran. An anderen fehlt es am Nötigsten - dem WLAN. (Themenbild)

Eine Woche vor dem Start ins neue Unterrichtsjahr kritisieren Niedersachsens Schulleiter, dass Schulen immer noch Nachholbedarf in der digitalen Infrastruktur haben. Vielerorts fehle es an der Versorgung mit kabellosem Internet. "Wenn ich kein WLAN an der Schule habe, dann habe ich auch Schwierigkeiten, hier mit Tablets und so weiter zu arbeiten", sagte Andrea Kunkel, Vorsitzende des Schulleiterverbandes Niedersachsen. Die Möglichkeit, in Zukunft Formate aus dem sogenannten Homeschooling weiterzuführen, "ist natürlich immer eine Frage der technischen Ausstattung", so Kunkel.

Digitalisierung noch zu träge

Kunkel bemängelt zudem, dass Mittel aus dem Digitalpakt nicht von allen Schulträgern abgerufen würden. "Gemessen an dem, wie es vor der Corona-Pandemie war, hat es sicherlich einen Schub gegeben, den wir ohne diese Pandemie nicht hätten. Das ist aber aus unserer Sicht immer noch nicht zügig genug", so Kunkel. "Es ist wichtig, dass Schulen und Schulträger das gemeinsam auf den Weg bringen."

Weitere Informationen
Schüler arbeiten in einem Klassenraum einer Grundschule an Computern. © picture alliance/dpa Foto: Friso Gentsch

Niedersachsen: Halbe Milliarde Euro für Schulen

Die Landesregierung hat den Weg für den Digitalpakt freigemacht. Niedersachsens Schulen werden mit 522 Millionen Euro gefördert, um ihre digitalen Infrastrukturen zu verbessern. mehr

Der 13-jährige Hamburger Schüler vor einem Laptop. © NDR/ARD

Homeschooling: Das Ende der Chancengleichheit

In der Coronakrise soll der Unterricht digital funktionieren. Doch nicht jede Familie kann sich einfach einen Laptop leisten. Chancengleichheit wird so nicht gewahrt. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 21.08.2020 | 06:00 Uhr

Schlagwörter zu diesem Artikel

Bildung

Computer

Schule

Netzpolitik

Coronavirus

Mehr Nachrichten aus der Region

Ein Kameramann und eine Pressesprecherin der Polizei stehen an einer Mülltonne im Stadtteil Misburg-Nord in Hannover. © dpa-Bildfunk Foto: Moritz Frankenberg/dpa

Hannover-Misburg: Toter Säugling in Mülltonne gefunden

Die mutmaßlichen Eltern im Alter von 22 und 27 Jahren wurden befragt. Die Mutter soll selbst den Notruf gewählt haben. mehr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen