Stand: 15.05.2018 15:01 Uhr

Die CEBIT will ein "Festival" für alle sein

Bild vergrößern
Alles anders auf der CEBIT, eigentlich auch der Name: nur noch Großbuchstaben. Das setzt sich wohl erst nach und nach durch.

In knapp einem Monat, am 11. Juni, beginnt in Hannover die Computermesse CEBIT mit einem komplett neuen Konzept. Wieder mehr Fokus auf Privatbesucher, mehr Erlebnis-Charakter, neue Formate für neue Zielgruppen, kurz: ein Computerfest für alle soll sie werden. Auch der Termin ist neu: Vom März wurde die Messe in den Juni verschoben. Die radikale Veränderung ist ein Risiko - doch die Veranstalter zeigen sich äußerst zuversichtlich. Die CEBIT 2018 sei "schon vor ihrem Start ein Erfolg", sagte Messe-Chef Oliver Frese und verwies auf die Ausstellerzahlen: 2.500 bis 2.800 aus 70 Ländern würden erwartet. Der Mut zum Neustart werde belohnt, so seine Einschätzung.

Neustart soll Besucherzahlen steigern

2017 hatten sich mehr als 3.000 Aussteller auf der CEBIT präsentiert. Die Veranstaltungen seien allerdings nicht vergleichbar, erklärte Frese. Die ausstellenden Unternehmen seien "überzeugt von der Verschmelzung von Business und Festival", so der Messe-Chef. Ob Erfolg oder nicht, das wird eben auch maßgeblich von den Besucherzahlen abhängen. Die waren der Grund dafür, das Konzept der Traditionsmesse auf den Kopf zu stellen. 800.000 Technik-Interessierte waren in Spitzenzeiten aufs Messegelände geströmt - im vergangenen Jahr waren es gerade einmal 200.000.

Für jede Zielgruppe ein Bereich

Vier Elemente umfasst die CEBIT nach Angaben der Messe AG. Sie sollen alle Bereiche und Zielgruppen abdecken. Da sei zum einen das Element "d!conomy" für IT-Profis und Unternehmen, zum zweiten "Digital Administration" für öffentliche Verwaltungen. Der dritte Bereich "d!tec" werfe einen Blick in die Zukunft - hier präsentieren etwa Forschungsinstitute den neuesten Stand ihrer Arbeit. Viertens sollen den Angaben zufolge im Konferenzprogramm "d!talk" mehr als 600 internationale Sprecher auf zehn Bühnen auftreten. DJs, Livemusik und ein "internationales Food-Konzept" sollen den Festival-Charakter abrunden. Der reicht vom Messegelände bis in Hannovers Innenstadt: Am Kröpcke, dem zentralen Platz in der City, gibt es einen täglichen "Digitalen Kaffeeklatsch", in der Cumberlandschen Galerie steigt die "CEBIT Club-Nacht", und zum Ende der Messe ist eine Abschlussparty auf dem Kröpcke angekündigt.

Kreative und "digital natives" anlocken

Die "digital natives" will die CEBIT 2018 erreichen. Sie will Kreative anlocken. Alle Technologien des digitalen Wandels seien vertreten, verspricht die Messe AG: "Künstliche Intelligenz, Blockchain, Security, IoT und 5G, Human Robotics, VR/AR, Drones, Collaboration & Workspace 4.0 und Future Mobility". Im Zentrum steht eine Art Campus unter dem Expo-Dach. "Alle großen Unternehmen, die die digitale Transformation maßgeblich prägen, machen mit bei der neuen CEBIT", sagte Frese. Wer diesmal nicht mitmacht, ist die Bundeskanzlerin. Angela Merkel (CDU) hat ihre Teilnahme an der Eröffnung und ihren Messerundgang aus terminlichen Gründen abgesagt. Offiziell eröffnet wird die CEBIT von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

Vom C64 zur Smartwatch: 33 Jahre Cebit

Weitere Informationen

CEBIT wird diesmal ohne Merkel eröffnet

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre Teilnahme an der CEBIT-Eröffnung abgesagt. Auch der Rundgang über die Messe fällt "aus terminlichen Gründen" aus. (10.05.2018) mehr

CeBIT: Das Schaufenster der Bits & Bytes

Am 12. März 1986 öffnet in Hannover die erste eigenständige CeBIT. Die Hightech-Messe spiegelt Aufstieg, Krisen und Wandel der Computer-Branche. Ein Rückblick. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 15.05.2018 | 17:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

03:52
Hallo Niedersachsen
03:00
Hallo Niedersachsen
03:45
Hallo Niedersachsen