Stand: 14.04.2020 17:59 Uhr

Corona: Mehr Infizierte an den Landesgrenzen

Die stellvertretende Vorsitzende des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, hat sich am Dienstagnachmittag zur Corona-Lage in Niedersachsen geäußert. Die aktuellen Zahlen der Infizierten seien mit Vorsicht zu genießen: Durch das lange Osterwochenende müsse man von "Meldeverzerrungen" ausgehen, die sich aber in den kommenden zwei Tagen auflösen sollten, so Schröder. "Die Maßnahmen, die wir ergriffen haben, zeigen eindeutig Wirkung", betonte sie zudem. Es sei wichtig, sich weiterhin an die Kontaktbeschränkungen zu halten. Deutlich seien zwei Aspekte: regionale Auffälligkeiten und die Altersstruktur der schwer Erkrankten.

VIDEO: "Viele Berufspendler, viele Infektionen" (1 Min)

Lüneburg und Osnabrück: Mehr Infizierte durch Grenznähe

In niedersächsischen Landkreisen, die an der Grenze zu stark vom Coronavirus betroffenen Ländern liegen, sind die Infiziertenzahlen Schröder zufolge überdurchschnittlich hoch. Dort fahren zum Beispiel Pendler regelmäßig hin und her. Das betreffe den Landkreis Lüneburg mit seiner Nähe zu Hamburg ebenso wie den Landkreis Osnabrück am Übergang zu Nordrhein-Westfalen. Vergleichsweise viele Corona-Fälle gebe es auch im Landkreis Vechta. Besonders betroffen sei außerdem Wolfsburg - dort treibt das stark betroffene Hanns-Lilje-Pflegeheim die Zahlen hoch. In Niedersachsen insgesamt liege die Anzahl der Infizierten pro 100.000 Einwohner aber unter dem Bundesdurchschnitt.

Pressekonferenz
Die Vize-Vorsitzende des Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, spricht bei einer Pressekonferenz. © NDR
49 Min

14. April, Dienstag: "Meldeverzerrungen" nach Ostern

Nach dem Osterwochenende müsse von "Meldeverzerrungen" bezüglich der Corona-Infizierten ausgegangen werden. Das sagte Claudia Schröder, Vize-Leiterin des Krisenstabs, am Dienstag in Hannover. 49 Min

Nach wie vor Ältere besonders gefährdet

Fast 4.000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen waren am Dienstag als wieder gesund registriert, teilte Schröder in der Pressekonferenz mit. Weitere Todesfälle musste sie allerdings auch vermelden. Nach wie vor sei zu beobachten, dass Patienten, die 60 Jahre oder älter sind, überproportional häufig unter den Verstorbenen seien. "Die Verbindung zwischen Alter und Schwere der Erkrankung bis hin zum Tod lässt sich nach wie vor statistisch ablesen", sagte Schröder.

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Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 14.04.2020 | 19:30 Uhr

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