Stand: 12.09.2018 18:44 Uhr

Pflegebedürftige um 700.000 Euro betrogen?

Vor dem Landgericht Braunschweig hat am Mittwoch der Prozess gegen zwei Frauen wegen gewerbsmäßiger Untreue begonnen. Den beiden 39- und 49-Jährigen aus Bad Harzburg wird vorgeworfen, Pflegebedürftige um mehr als 700.000 Euro betrogen zu haben. Die Inhaberin eines Pflegedienstes soll mit der mitangeklagten Betreuerin jahrelang Pflegeleistungen abgerechnet haben, die gar nicht erbracht wurden. Außerdem wird den Frauen Urkundenfälschung vorgeworfen, berichtet NDR 1 Niedersachsen. Zum Prozessauftakt wurde die Anklage für mehr als 360 Fälle verlesen. Laut Staatsanwaltschaft kommen 15 Opfer aus dem Landkreis Goslar.

Immobilie für Pflegebedürftigen verkauft - für zu geringen Preis

Unter anderem soll die 39-jährige Beschuldigte Haushaltsgegenstände vom Geld der Betreuten gekauft und für sich behalten haben. In einem Fall sorgte sie dafür, dass ein Betreuter der zweiten Angeklagten 370.000 Euro überwies. In einem weiteren Fall soll die Frau gar eine Immobilie eines Pflegebedürftigen für einen zu geringen Preis verkauft haben.

Angeklagte ist nur eingeschränkt verhandlungsfähig

Nach Angaben eines Gerichtssprechers ist die Verhandlungsfähigkeit der 39-Jährigen eingeschränkt. Auch deshalb ist unklar, ob sie sich zu den Vorwürfen äußern wird. Kommenden Mittwoch soll der Prozess fortgesetzt werden. Ein Urteil wird für Januar erwartet.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 12.09.2018 | 07:00 Uhr

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