Stand: 26.10.2018 14:39 Uhr

Harzer Talsperren: Wenig Wasser nach Hitze-Sommer

Trotz der Regenfälle in den vergangenen Tagen bleiben die Wasserstände der Talsperren im Harz weiterhin historisch niedrig. Derzeit sind die sechs großen Stauseen im West-Harz laut Harzer Wasserwerke nur noch zu durchschnittlich 34 Prozent gefüllt. Insgesamt befinden sich noch rund 60 Millionen Kubikmeter Wasser in den Talsperren. Vor gut sechs Wochen waren es noch 80 Millionen Kubikmeter.

Okertalsperre: Breite Uferstreifen, wenig Wasser

Trockener Sommer als Ursache

Die Ursache für die geringen Wasserstände ist der trockene Sommer. Von Februar bis September seien an der Station Clausthal-Zellerfeld nur 382 Millimeter Niederschlag gemessen worden, erklärte eine Sprecherin der Harzwasserwerke. Dies sei ein Rekordtief. Normalerweise seien es im Schnitt mehr als 850 Millimeter. Zugleich war der Wasserverbrauch in diesem warmen Sommer besonders hoch.

Karte: Talsperren im West-Harz

Odertal: Pegel am niedrigsten, für Trinkwasser unwichtig

Den niedrigsten Wasserstand der sechs großen Stauseen weist die Odertalsperre auf. Sie ist nur noch zu weniger als einem Viertel gefüllt. Für die Trinkwassergewinnung ist sie laut Wasserwerke nicht relevant. Anders etwa der Okerstausee, wo das Wasser bei 26 Prozent steht. Oder die Innerstetalsperre, die mit 27 Prozent der üblichen Wassermenge gefüllt ist. Insgesamt seien die für die Trinkwassergewinnung wichtigen Stauseen aber zu 44,5 Prozent gefüllt.

Versorgung ist gesichert

Die Versorgung der rund zwei Millionen Kunden in Niedersachsen und Bremen ist demnach damit gesichert. Das liege vor allem daran, dass der Granestausee als wichtigste Trinkwasser-Talsperre noch immer zu gut 50 Prozent gefüllt sei.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 26.10.2018 | 07:30 Uhr

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