Eine Blutprobe in einer Petrischale im Labor © panthermedia Foto: billiondigital

Goslar: Grundschüler auf Schwermetalle untersucht

Stand: 02.11.2021 12:06 Uhr

Durch Bergbau und Metallhütten sollen zahlreiche Schwermetalle im Landkreis Goslar in die Umwelt gelangt sein. Eine Studie will nun herausfinden, ob - und wie stark - Kinder mit den Giften belastet sind.

Insgesamt können sich knapp 400 Schüler und deren Eltern aus Goslar-Oker und Bad Harzburg-Harlingerode testen lassen. Für die Studie werden eine Urin- sowie eine Blutprobe benötigt. Wissenschaftler der Uniklinik München untersuchen dann die abgegebenen Proben auf Spuren von Blei und Cadmium. Blei kann besonders bei Kindern die Hirnfunktion schädigen, Cadmium die Nieren angreifen.

Erste Ergebnisse Anfang 2022

Der Amtsarzt des Landkreises Goslar hofft, dass möglichst viele an der freiwilligen Studie teilnehmen. Nur so könnten verlässliche Ergebnisse geliefert werden. Erste Resultate werden für Anfang kommenden Jahres erwartet.

Weiterhin viele metallverarbeitende Betriebe ansässig

Umweltschützer und Anwohner hatten schon seit Jahren solche Untersuchungen gefordert - insbesondere für die beiden Ortschaften Oker und Harlingerode, weil dort nach wie vor auch viele metallverarbeitende Betriebe ansässig sind. Vor zwei Jahren gab der Landkreis grünes Licht. Corona-bedingt kann die Studie allerdings erst jetzt starten. Die Kosten betragen rund 150.000 Euro.

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Ein gemeinsames Verwaltungsgebäude der Norzinco GmbH und der Harz-Metall GmbH auf der ehemaligen Zinkhütte Harlingerode. © Creative Commons Attribbution-Share Allike 3.0 Unported Foto: Matthias Becker

Bleibelastung: Amt will Einwohner untersuchen

Das Landesgesundheitsamt will die Einwohner von Oker, Göttingerode und Harlingerode auf Schwermetalle untersuchen lassen. Grund sind mögliche Umweltbelastungen durch Zinkhütten. (02.08.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 02.11.2021 | 12:00 Uhr

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