Stand: 31.07.2019 15:36 Uhr

Flüchtlinge aus UN-Programm kommen nach Friedland

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In Friedland bleiben die Menschen jeweils nur rund zwei Wochen. (Archiv)

Ab der zweiten Augusthälfte kommen wieder Geflüchtete über spezielle Programme nach Niedersachsen. Die Menschen werden zunächst in der Erstaufnahmestelle Friedland (Landkreis Göttingen) aufgenommen. Dort verbringen sie zwei Wochen und werden anschließend auf verschiedene Orte in Deutschland verteilt. Die Menschen stammen aus verschiedenen Teilen der Erde. Sie sind besonders schutzbedürftig und werden deshalb vom Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ausgewählt.

Aus religiösen Gründen verfolgt

Zum Teil kommen die Frauen, Männer und Kinder ursprünglich aus Syrien, haben aber bereits einige Zeit in der Türkei verbracht und treten nun im Rahmen des EU-Abkommens ihre Reise nach Deutschland an. Ägypten, Äthiopien und Jordanien zählen zu weiteren Heimatländern. Einige der Menschen wurden in ihrer Heimat aus religiösen Gründen verfolgt oder vom IS bedroht.

5.000 Personen seit 2018

Deutschland hat zugesagt, rund 10.000 Personen aus diesen speziellen Hilfsprogrammen aufzunehmen. Seit 2018 sind 5.000 Personen in Friedland angekommen. Derzeit sind etwa 400 Menschen in der Einrichtung untergebracht, rund 800 können gleichzeitig aufgenommen werden. Wie viele Geflüchtete mit dem ersten Flug im August kommen, ist noch unklar, die Aufnahmestelle will nach eigenen Angaben für rund 180 Menschen vorbereitet sein. Pro Woche könnte dann eine ähnliche Zahl an Menschen aufgenommen werden.

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Aktuell | 31.07.2019 | 13:00 Uhr

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