Stand: 21.11.2017 19:06 Uhr

Bergbau-Fremdenbücher kommen ins Landesarchiv

Auch der Erfinder der Dampfmaschine, James Watt, hat einen Eintrag in einem Fremdenbuch hinterlassen.

Johann Wolfgang von Goethe hat sich verewigt, Heinrich Heine auch, die Gebrüder Humboldt ebenfalls - sie alle haben ihre Namen in eins der neun sogenannten Bergbau-Fremdenbücher gesetzt. In den Büchern wurde festgehalten, wer die Bergbaugrube "Dorothea" besucht hat. Heute gelten sie als Quellen von europäischem Rang und sind deshalb ans Niedersächsische Landesarchiv übergeben worden. Bislang hatte sie das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in seinem Bergarchiv in Clausthal-Zellerfeld (Landkreis Goslar) aufbewahrt.

"H. Heine aus Düsseldorf, stud. juris in Göttingen"

"Den 13. August 1784 zur Caroline eingefahren und zur Dorothea ausgefahren", schrieb Goethe, als er den Harz besuchte. Dichterkollege Heinrich Heine unterzeichnete mit "H. Heine aus Düsseldorf, stud. juris in Göttingen". Neben diesen Einträgen sind auch welche von Philosoph Arthur Schopenhauer, dem schottischen Erfinder der Dampfmaschine, James Watt, und den Gebrüdern Humboldt zu finden.

Bücher lagen bis 1863 aus

Dass sich Besucher des Bergwerks registrieren mussten, hatte einen ernsten Hintergrund. So wussten die Grubenbetreiber im Fall eines Unglücks, wer sich im Stollen aufhält. Die Bücher lagen von 1753 bis zum Ende der Befahrungen 1863 aus. Damals war der Harz beliebtes Reiseziel von Gelehrten. Neben der Besteigung des Brockens war die Befahrung von Bergbaugruben bei ihnen beliebt.

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Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 21.11.2017 | 18:00 Uhr

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