Stand: 31.07.2020 17:17 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Abhör-Affäre: "Maulwurf" bei VW enttarnt?

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Ist der mutmaßliche "Maulwurf" bei VW enttarnt? Der Konzern wollte sich am Freitag nicht dazu äußern. (Archivbild)

In der Abhör-Affäre um mitgeschnittene Gespräche bei VW ist offenbar der mutmaßliche "Maulwurf" enttarnt worden. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa-AFX wurde ein Mitarbeiter des Konzerns freigestellt. Ein VW-Sprecher wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern. Solange staatsanwaltschaftliche Ermittlungen liefen, werde man sich nicht äußern.

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VW erstattet Anzeige gegen Unbekannt

Weil Gespräche einer Arbeitsgruppe bei Volkswagen systematisch heimlich mitgeschnitten worden waren, hatte der Wolfsburger Autobauer Strafanzeige erstattet. Die Anzeige bei der Staatsanwaltschaft richte sich gegen unbekannt, hieß es am Mittwoch. Es geht um Vorfälle, die einige Jahre zurückliegen: Die Mitschnitte sollen 2017 und 2018 entstanden sein. Die betreffende Arbeitsgruppe befasste sich mit dem Streit mit dem Zulieferer Prevent und wie Volkswagen damit umgehen wollte.

Prevent prüft rechtliche Schritte gegen VW

Das Online-Wirtschaftsmagazin "Business Insider" hatte vergangenen Sonnabend Auszüge aus den Mitschnitten veröffentlicht. Dem Bericht zufolge gibt es fast 50 Stunden Audiomaterial. Von Prevent hieß es, das Unternehmen habe keine Kenntnis von den Aufnahmen gehabt. "Da die Aktionen von VW Prevent gezielt geschadet haben, prüfen wir derzeit selbst rechtliche Schritte gegen Volkswagen", teilte ein Sprecher der Zulieferergruppe am Montag in Frankfurt mit.

Tochterunternehmen zwang VW zu Produktionsstopp

Ein Prevent-Tochterunternehmen hatte vor vier Jahren die Belieferung von VW mit Sitzbezügen und Getriebegehäusen im Streit um Bedingungen eingestellt und VW über Tage zu einem Produktionsstopp gezwungen. Betroffen war damals auch das Stammwerk in Wolfsburg. Noch immer sind Gerichte mit der Auseinandersetzung beschäftigt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 31.07.2020 | 16:00 Uhr

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