Wechselunterricht beginnt für Schüler an der Seenplatte

Stand: 15.03.2021 05:24 Uhr

Die Klassen 7 bis 11 in Mecklenburg-Vorpommern sollen in dieser Woche an die Schulen zurückkehren. Den Anfang macht die Seenplatte, am Mittwoch folgen weitere Kreise, als letzter könnte Nordwestmecklenburg dran sein.

Mecklenburg-Vorpommern fährt von heute an den Präsenzunterricht an den Schulen weiter hoch: Nachdem die Schulen in der Stadt Rostock und im Kreis Vorpommern-Rügen wegen der dort vergleichsweise niedrigen Infektionszahlen schon geöffnet worden waren, kehren jetzt auch im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte die Schüler der Klassenstufen 7 bis 11 wieder an ihre Schulen zurück. Nach drei Monaten Homeschooling gibt es bis Ostern zunächst Wechselunterricht. Dazu soll jede Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt werden. Eine Gruppe hat Präsenzunterricht, die andere Homeschooling. In der Woche darauf wird gewechselt. Grundsätzlich würden aber alle Schulleiter freie Hand für individuelle Entscheidungen haben, heißt es aus dem Bildungsministerium. Die Mehrheit der Schüler würde diese Form des Unterrichts begrüßen, sagte Finja Schnaidt, Sprecherin des Schülerrats im Kreis Mecklenburgische Seenplatte. In kleinen Gruppen könne konzentrierter gelernt werden. Hinderlich sei aber, dass die Schulräume durch das ständige Lüften stark auskühlen würden.

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Ab Mittwoch Wechselunterricht fast flächendeckend

Am Mittwoch sollen nach Angaben des Bildungsministeriums in weiteren Regionen die Schüler der höheren Klassen zum Wechselunterricht an die Schulen zurückkehren. Voraussetzung ist, dass die Sieben-Tage-Inzidenz zum Stichtag 10. März zwischen 50 und 100 lag. Dies betrifft die Landkreise Vorpommern-Greifswald, Rostock, Ludwigslust-Parchim sowie die Landeshauptstadt Schwerin. Für die Schüler aller Schularten gilt an den Präsenztagen auch Präsenzpflicht, die 1. bis 6. Klassen und die Abschlussklassen haben Schule im Regelbetrieb mit entsprechenden Hygienevorschriften. "Ich freue mich unheimlich, dass wir den nächsten Öffnungsschritt für Schulen machen können", sagte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) NDR 1 Radio MV. In Nordwestmecklenburg müssen die Schüler noch warten, weil am Stichtag die Inzidenz in dem Landkreis noch über 100 lag.

Corona-Selbsttests an allen Schulen

In welcher Form die Schulen ihren Wechselunterricht organisieren, bleibt ihnen überlassen. Bis zu den Osterferien sollen aber alle Schüler noch wenigstens vier Tage Präsenzunterricht bekommen. Die Schulöffnung wird mit wöchentlichen Corona-Tests begleitet. Knapp 500.000 Selbsttests wollte das Technische Hilfswerk am Wochenende an die Schulen im Land verteilen. "Wir haben genug auf Lager", so die Ministerin. Mit den Selbsttests sollen sich alle Schüler von dieser Woche an insgesamt vier mal testen, vor Ostern einmal wöchentlich, in der Woche nach Ostern zweimal.

Martin: "So viel Schule wie möglich"

Im Falle eines positiven Selbsttests müsse das Kind zunächst isoliert werden und sich dann bei Hausarzt einem PCR-Test unterziehen, so Martin. Sollte auch dieser positiv sein, legt das Gesundheitsamt das weitere Vorgehen fest. Nach den Osterferien soll der Wechselunterricht weiter ausgebaut werden, sofern es die Entwicklung der Inzidenzwerte in den jeweiligen Region zulässt. "Mein Ziel ist ganz klar: Wir müssen so viel Schule wie möglich machen vor Ort. Dass möglichst alle Kinder wieder in den Schulen Unterricht haben können, muss das Ziel sein. Wenn wir mehr möglich machen können nach Ostern, dann werden wir das auch tun", so die Bildungsministerin.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 15.03.2021 | 06:00 Uhr

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