Stand: 28.05.2020 13:30 Uhr

Tschernobyl-Hilfe aus Marlow von Corona ausgebremst

Seit 30 Jahren versucht der Verein Tschernobyl e.V. aus Marlow (Landkreis Vorpommern-Rügen), die Folgen der Atomreaktorkatastrophe für die Menschen vor allem in Weißrussland zu mildern. Jährlich starten Hilfstransporte in die Region und Kinder von dort werden in den Sommerferien nach Marlow eingeladen. In diesem Jahr hat Corona all das gestoppt.

VIDEO: Corona stoppt Tschernobyl-Hilfe aus Marlow (3 Min)

Weitere Informationen
Ein Spielplatz in Berlin ist im Mai 1986 nach der Tschernobyl-Katastrophe gesperrt © imago Foto: Jürgen Ritter

Tschernobyl: Wie reagierte Deutschland auf den GAU?

Nach dem Reaktor-Unfall von Tschernobyl zieht vor 35 Jahren eine radioaktive Wolke gen Westen. Sie trifft Deutschland unvorbereitet. mehr

Sommerferien auf nächstes Jahr verschoben

Eigentlich wollten die Vereinsmitglieder schon vor Ort sein und mehr als zwölf Tonnen Hilfsgüter - wie Pflegebetten, Rollstühle und Kinderbekleidung - verteilen. Die Corona-Pandemie hat allem einen Strich durch die Rechnung gemacht. Auch die Einreise von 24 Mädchen und Jungen im Alter zwischen 8 und 12 Jahren zu den Sommerferien in Marlow ist derzeit unmöglich.

Hilfstransport im September?

Vereins-Chefin Sabine Druckrey hofft, dass zumindest ein erster Hilfstransport im September auf die Reise gehen kann. Mit den Behörden in Weißrußland liefen diesbezüglich bereits Gespräche. Der Ferienaufenthalt für die Kinder sei auf das kommende Jahr verschoben worden.

Verein feiert 30-jähriges Bestehen

Ingesamt engagieren sich zwölf Vereinsmitglieder und etliche Freiwillige sowie Spender aus ganz Deutschland in dem bereits seit 30 Jahren bestehenden Marlower Verein. 1991 wurde der erste Hilfstransport von hier aus organisiert.

Weitere Informationen
Menschen spazieren am Hamburger Jungfernstieg © dpa-Bildfunk Foto: Daniel Reinhardt

Corona-News-Ticker: Kaum Interesse an "Click & Meet" in Hamburg

Trotz Lockerungen verzeichneten die Läden in der Innenstadt nur geringen Kundenzulauf. Mehr Corona-News im Live-Ticker. mehr

 

Weitere Informationen
Ein noch verpackter SARS-COV-2 Rapid Antigen Test der Firma Roche zum Selbermachen mit Anleitung. © picture alliance / zb | Kirsten Nijhof Foto: Kirsten Nijhof

Rahmenbedingungen für Tests in Apotheken teilweise ungeklärt

Seit Montag soll sich jeder einmal wöchentlich kostenfrei testen lassen können, auch in Apotheken. Doch diese wissen noch gar nicht, wie. mehr

Der Umriss von Norddeutschland und Virensymbole - der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist markiert. © panthermedia Foto: lamianuovasupermai

Seenplatte: Treten am Dienstag Lockerungen in Kraft?

Seit Tagen liegt die Mecklenburgische Seenplatte unter der kritischen Inzidenz von 50. Morgen könnten demnach Lockerungen in Kraft treten. mehr

Eine lange Schlange mit wartenden Menschen steht in einer Einkaufsstraße in Rostock vor einem Geschäft. © dpa-Bildfunk Foto: Bernd Wüstneck

Dienstliche Angelegenheit? Innenminister geht in Rostock einkaufen

Nicht-Ortsansässige sollen die Einzelhandelsöffnung in Rostock und Vorpommern-Rügen nicht nutzen. Trotzdem mittendrin: Innenminister Renz. mehr

Studentenwohnheim in Wismar © Picture Alliance/ZUMA Press Foto: Cdc/Cdc

Corona-Ausbruch in Wismar: Quarantäne in Studentenwohnheimen

Nach mittlerweile drei positiven Corona-Tests dürfen alle 190 Bewohner die beiden Gebäude nicht verlassen. Am Dienstag sollen die Bewohner getestet werden. mehr

Auf einem Schild steht "Willkommen zurück". © dpa - Bildfunk Foto: Hauke-Christian Dittrich

Nach Lockdown: Heute erste Öffnungsschritte in MV

Bund und Länder hatten sich auf Lockerungen der Corona-Maßnahmen verständigt. Heute treten diese in MV in Kraft. mehr

7-Tage-Inzidenzkarte für Mecklenburg-Vorpommern vom 7. März 2021

Corona in MV: 48 Neuinfektionen, ein weiterer Todesfall

Der Landesinzidenzwert liegt aktuell bei 68,3. Die meisten Neuinfektionen gab es im Landkreis Vorpommern-Greifswald. mehr

Service
Smartphone Telefon-Tastatur. © iStockphoto Foto: Krystian Nawrockii

Bürgertelefone zum Coronavirus

Ministerien, Behörden und Verbände in Mecklenburg-Vorpommern haben Bürgertelefone und Hotlines für Fragen zum Coronavirus geschaltet. Hier finden Sie eine Übersicht. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 28.05.2020 | 16:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Eine lange Schlange mit wartenden Menschen steht in einer Einkaufsstraße in Rostock vor einem Geschäft. © dpa-Bildfunk Foto: Bernd Wüstneck

Dienstliche Angelegenheit? Innenminister geht in Rostock einkaufen

Nicht-Ortsansässige sollen die Einzelhandelsöffnung in Rostock und Vorpommern-Rügen nicht nutzen. Trotzdem mittendrin: Innenminister Renz. mehr