Stand: 17.07.2017 11:45 Uhr

Staatsschutz ermittelt nach Aktion vor Staatskanzlei

Der Staatsschutz ermittelt gegen mehrere mutmaßliche Mitglieder einer rechtsextremen Gruppierung. Sie hatten am frühen Montagmorgen ein Autowrack vor der Staatskanzlei in Schwerin abgestellt.

Fotos der Aktion im Internet verbreitet

Die unangemeldete Aktion vor dem Amtssitz von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) dauerte offenbar nur wenige Minuten. Nachdem das Schrottauto abgestellt worden war, entrollten zwei Männer Transparente, auf denen linksextreme Gewalt angeprangert wird. Fotos davon kursierten wenig später in sozialen Netzwerken - die "Identitäre Bewegung" reklamierte dabei die Aktion für sich.

Autowrack und Videoaufnahmen werden ausgewertet

Als Mitarbeiter der Staatskanzlei die Polizei verständigten, hatten sich die mutmaßlichen Rechtsextremisten schon zurückgezogen. Das Autowrack wurde abgeschleppt und wird jetzt untersucht, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Rostock. Die Ermittler werten außerdem Filmaufnahmen aus - der sicherheitsrelevante Bereich vor der Staatskanzlei ist videoüberwacht. Ein Regierungssprecher sprach von einer komplett sinnlosen Aktion.

Weitere Informationen

Die rechte Szene in Norddeutschland - Was tun?

NSU, NPD, Pegida - wir haben die rechte Szene im Norden im Blick, analysieren Strukturen und geben Tipps, was Sie gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit tun können. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 17.07.2017 | 11:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

00:33

Amtsgericht: Terrorverdächtige wieder frei

27.07.2017 08:30 Uhr
Nordmagazin
00:56

Ernte: Backhaus sieht Katastrophe für Bauern

27.07.2017 08:00 Uhr
Nordmagazin
04:44

Antiterror-Einsatz: Drei Männer in Gewahrsam

26.07.2017 19:30 Uhr
Nordmagazin